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Arbeitgeber brauchen Ecken und Kanten

By Gloria Csiszer on 18/07/2022

Über den weltweiten „Post-Covid-Recrutingsrausch“, inwiefern hohe Einstiegsgehälter dem Markt mehr schaden, als sie nützen, und wie man doch Talente gewinnen kann

Unser Kollege, der hier im Büro, in Zürich sitzt, Daniel Hauser, ist der zuständige Partner für die Schweiz und Österreich. Als Berater und Projektmanager hat er bereits sehr viele Kund*innen unterschiedlichster Branchen erfolgreich im Talent Management (Employer Branding & Rekrutierung) beraten.

Er nahm die Einladung unserer Muttergesellschaft, StepStone in Österreich an und schrieb einige aufschlussreiche Artikel über die heutige Lage des Employer Brandings für den One Step Ahead Magazin, das als Printausgabe erscheint.

Hier können Sie einen Teil des Interviews lesen und erfahren, wie man Talente durch Employer Branding gewinnen kann. Wir laden Sie ein, den Rest auf der StepStone.at Webseite zu lesen.

Daniel beantwortet die folgenden Fragen und ist von den Daten aus unseren aktuellen Studien unterstützt, Student Rankings und EB NOW:

Was beschäftigt aktuell den Talentmarkt?

Wo führt das hin, was erwartet Recruiter und Unternehmen in den kommenden Monaten?

Wie kommen Unternehmen dennoch an die benötigten Talente?

Wie überzeuge ich Talente dennoch, für mich zu arbeiten? Ist mehr Gehalt der Schlüssel?
Ist die Lage hoffnungslos?

Wie kann sich ein Arbeitgeber differenzieren und warum sind diese Ecken und Kanten besonders wichtig bei der Talentgewinnung?

Genau diese Frage bzw. Fragen in einer ähnlichen Formulierung bekomme ich beinahe täglich von meinen Partnern*innen gestellt. Genau hier ist meine Empfehlung immer ein klarer strategischer Ansatz, denn eine „one size fits all“-Lösung gibt es nicht. Sobald ein Unternehmen seine Geschäftstätigkeit aufnimmt, wird es, ob man es möchte oder nicht, mit gewissen Attributen assoziiert und eine Arbeitgebermarke entsteht. Diese zu seinem Vorteil zu nutzen und den richtigen Talentpool anzusprechen, ist eine der wichtigsten Aufgaben des Employer Branding. Gerade dieser Bereich nimmt aktuell einen sehr hohen Stellenwert ein und 70 % der globalen Expert*innen im Personalbereich sehen es als eine der Top-Prioritäten für 2022 (65 % im Jahr 2021), in Österreich sind sogar 91 % überzeugt, dass Employer Branding hohe Priorität hat. Es ist selbstverständlich jedem Unternehmen selbst überlassen, wie es sich auf dem Markt präsentiert, aber eine generisch gehaltene Arbeitgebermarke spricht nur in den seltensten Fällen das Talent an, das man aktuell und zukünftig benötigt. Gerade in Branchen mit einem akuten Personalmangel empfiehlt sich so ein strategischer Ansatz mit dem Ziel der Differenzierung, und die Vorteile überwiegen ganz klar das investierte Budget.

Es scheint so, als ob die Unternehmen trotz anhaltender wirtschaftlicher Unsicherheit in eine Art „Post-Covid-Rekrutierungsrausch” verfallen und sämtliche Anstellungen, die über die letzten Jahre ausgelassen wurden, nachholen wollen.

Daniel Hauser, Employer Branding Advisor Universum

Eine teure Marketingkampagne kann sofort verpuffen, wenn dahinter kein strategisches Fundament gesetzt ist. Ich empfehle immer einen datengetriebenen Ansatz und weltweit tendieren immer mehr Unternehmen ebenfalls dazu. Bereits 50 % der Großunternehmen arbeiten regelmäßig mit Datensätzen, um ihre Employer-Branding-Aktivitäten effektiver zu gestalten*.

Diese Daten sollten intern und extern erhoben werden. Damit sollte das Ziel verfolgt werden, eine authentische, attraktive und differenzierende Arbeitgebermarke zu kreieren. Mit dieser Basis steht einem erfolgreichen und zukunftsorientierten Employer Branding nichts mehr im Weg.

*Mehr darüber in unserem Employer Branding NOW 2022 Report.

Wie kommen Unternehmen dennoch an die benötigten Talente?

Gerade bei den Studierenden sehen wir beispielsweise in der Schweiz einen Rückgang an Bewerbungen von 4 bis 6 %*. Ich vermute, die Umfragewerte für Österreich in unserer 2022-Studierenden-Studie werden ähnlich sein. Insbesondere bei Studierenden empfiehlt es sich, die Uni- und Hochschullandschaft noch einmal genau zu prüfen und eventuell kleinere Unis und FHs anstatt der Elitehochschulen in Betracht zu ziehen.

*Das vollständige Universum Ranking der attraktivsten Arbeitgeber der Schweiz finden Sie hier: https://universumglobal.com/ch/studenten-rankings-2022/

Ein weiterer Schlüssel um Talente zu gewinnen könnte die Diversifizierung des Talentpools sein.

Die eigenen Stärken und Schwächen müssen gekannt und zum eigenen Vorteil genutzt werden, um das richtige Publikum anzusprechen. Jedes Unternehmen verfügt über diese einzigartigen Ecken und Kanten. Die Schwierigkeit liegt oftmals darin, diese herauszufiltern und auf dem Markt zu präsentieren.

Das Team von Universum freut sich auf deine Kontaktaufnahme und berät dich zur besseren Gewinnung von Talenten durch Employer Branding.

Employer Brand Kommunikation

Kommunizieren Sie Ihre Employer-Branding-Inhalte und erwecken Sie Ihre Arbeitgebermarke zum Leben.