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Employer Branding Now 2022: Ergebnisse der Umfrage

By Gloria Csiszer on 15/06/2022

Die Schweiz, Österreich und die DACH-Region im Rampenlicht

Für die diesjährige Universum-Umfrage wurden mehr als 1.650 Personalverantwortliche aus 75 Ländern dazu befragt (in der Schweiz auch!), wie sie inmitten eines kritischen Arbeitskräftemangels konkurrieren und welchen Stellenwert Recruiter*innen dem Employer-Branding-Management zusprechen.

EB-NOW zeigt auf, wie sich Employer Branding im letzten Jahr verändert hat und vergleicht dabei kleine Unternehmen mit großen Konzernen. Außerdem bietet die Studie Einblicke in die spezifischen Strategien und Best Practices der attraktivsten Arbeitgeber*innen der Welt.  

  • in der Schweiz haben 53 Personalverantwortliche teilgenommen
  • in Österreich haben 93 Personalverantwortliche teilgenommen
  • in der DACH Region haben insgesamt 223 Personalverantwortliche teilgenommen.

Zeitraum der Umfrage: März 2022 – Mai 2022

Wir haben uns die Resultate von der Schweiz und Österreich näher angesehen, und wir haben sie mit den Antworten der Talent-Spezialisten aus der DACH-Region und globalen Unternehmen verglichen.

Was erwartet Recruiter*innen und Unternehmen in den kommenden Monaten in der DACH Region?

70 % der Expert*innen weltweit sind sich sicher, dass es in den kommenden 12 Monaten die Recruitierung noch schwieriger werden wird. Unter den weltweit attraktivsten Arbeitgeber*innen (WMAE) sehen sogar 81 %, die Schwierigkeiten auf sich zukommen sehen. In der Schweiz ist dies Zahl noch höher: Sie liegt bei 85 %.

Noch nie in der achtjährigen Geschichte dieser Umfrage waren sich die Expert*innen so einig darin, dass ihr Business zunehmend zur Herausforderung wird.

Wenn wir nach dem Rekrutierungsbedarf für das kommende Jahr nachfragten, sahen wir in der Schweiz eine Verdreifachung dieses Prozentanteils, in 2020 lag der Bedarf beim 23 %, in 2022 liegt er bei 61 %. Im Österreich ist die Zahl mit 71 % sogar noch höher als der globale Durchschnitt.

Talent aufbauen oder kaufen?

Der Aufbau von Talenten gewinnt mit großem Abstand. Die Unternehmen investieren stark in die Umschulung vorhandener Talente und in die Förderung von Mitarbeitern aus den eigenen Reihen. Für Arbeitgeber ist dies ein Gewinn, da sie Zugang zu Qualifikationen haben, die stark nachgefragt bzw. kaum vorhanden sind, und sich damit gleichzeitig den Ruf eines Unternehmens aufbauen, das in Talente investiert.

Unternehmen erweitern zusehends ihre Talentquellen: Das bedeutet, dass sie ein breiteres Netz auswerfen, um neue Talente zu gewinnen und einzustellen, einschließlich der Einstellung von mehr Freiberuflern, Teilzeitkräften und Boomerang-Mitarbeitern. Außerdem sehen sich Unternehmen nicht mehr ausschließlich an Elitehochschulen und -universitäten um, sondern rekrutieren Spitzentalente von mittelgroßen Schulen mit vielversprechenden Absolvent*innen.


Employer Branding gewinnt im Wettbewerb der Marken an Bedeutung auch in der DACH

Für WMAEs hat Employer Branding im Jahr 2022 höchste Priorität.

86 % der EB Spezialisten geben an, dass dies eine ihrer obersten Prioritäten ist ein Anstieg um 15 Prozentpunkte im Vergleich zu 2021. Auch unter den Unternehmensmarken, die nicht den WMAEs angehören, hat Employer Branding eine wachsende Priorität.

75 % der Unternehmensmarken geben an, dass dies eine Priorität ist, verglichen mit 65 % im letzten Jahr.

In Österreich ist dieser Prozentansatz am höchsten; 91 % der befragten Manager*innen die  für das Rekrutierung in ihre Unternehmen verantwortlich sind berücksichtigen Employer Branding als Top-Priorität.

Diese großen Veränderungen sind wahrscheinlich auf den zunehmenden Kampf der Marken zurückzuführen, sich von anderen Unternehmen abzuheben, sowohl von direkten Konkurrenten als auch von Talentkonkurrenten. Der Wettlauf um Talente geht deutlich schneller vonstatten als die Mitarbeiter das Unternehmen verlassen – daher erwarten wir nicht, dass sich die hohe Bedeutung des Employer Brandings in absehbarer Zeit ändern wird.

„Ein Unternehmen muss nicht zwangsweise in das monetäre Rennen einsteigen, sondern vielmehr seine Stärken und Schwächen gekonnt ausspielen, um sich differenzierend auf dem Markt zu positionieren. Für ein Unternehmen bedeutet das, seine Stärken und Schwächen zu kennen und diese zu seinem Vorteil zu nutzen, um das richtige Publikum anzusprechen. Jedes Unternehmen verfügt über diese einzigartigen Ecken und Kanten. Die Schwierigkeit liegt oftmals darin, diese herauszufiltern und auf dem Markt zu präsentieren.“

Daniel Hauser, Senior Employer Branding Strategist CH & AUT

Datengestütztes Recruiting

Datengestütztes Recruiting – einst eine Domäne von Top-Talentmarken – ist heute eine Notwendigkeit für alle. Die besten Unternehmen nutzen sie unter anderem, um die Erfahrungen der Bewerber zu personalisieren, die Ausgaben zu optimieren, produktive Content-Arten und Kanäle auszuwählen und den ROI zu berechnen.

Trotzdem hinken viele Arbeitgeber in diesem wichtigen Bereich noch hinterher.

Unsere Employer Branding Umfrage zeigt, dass global nur 47 % der großen Unternehmen häufig oder immer datengestützte Entscheidungen im Bereich Employer Branding treffen; die Schweiz nähert sich zu diesem Durchschnitt mit 44 %, aber in der DACH-Region sinkt die Zahl auf 33 %, und in Österreich ist sie am niedrigsten, mit 19 %. Nur bei den WMAE liegt der Prozentsatz bei 69 %.

Eine datengestützte Entscheidungsfindung in den Bereichen Employer Branding und Recruiting ist nicht nur wichtig, um die Aktivitäten zur Gewinnung von Talenten produktiv und effizient zu gestalten, sondern auch, um den Vorgesetzten zu beweisen, dass das Geld effektiv ausgegeben wird. Dies gilt insbesondere jetzt, da der Recruitingbedarf steigt und die Qualität und Größe des Talentpools schrumpft. Talente brauchen mehr Ressourcen, um wettbewerbsfähig zu sein, und der Nachweis, dass das Geld gut angelegt ist, ist eine Priorität.


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