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Fokus Automobilbranche: Der weltweite Nachwuchs will kreativ und innovativ arbeiten – doch in Deutschland ist alles anders

Automotive

Googles fahrerloses Auto wird bald auf kalifornischen Straßen unterwegs sein, und die Gerüchte über ein Apple-Auto werden weiter befeuert – nicht zuletzt durch das Statement von Apple Manager Jeff Williams, das Auto sei „das ultimative Bediengerät“. Längst sind IT-Konzerne auch für Ingenieure zu einem attraktiven Arbeitsplatz geworden. Für die traditionellen Automobilbauer bedeutet das: Wenn es darum geht, Spitzentalente für sich zu gewinnen, stehen sie inzwischen in direkter Konkurrenz zu den attraktivsten Technologieunternehmen der Welt.

Keine leichte Aufgabe – doch eine, die für die Automobilindustrie nicht nur Fluch, sondern auch Segen sein könnte, wie Fiat-Chrysler-Chef Sergio Marchionne findet, der bereits unverhohlen mit Apple und Google flirtet. Auf dem Genfer Autosalon 2015 erklärte er: „Ich denke, dass ihr Interesse genau das ist, was dieser Branche gefehlt hat.“ Und er ergänzt: „Wir brauchten einen störenden Eindringling um die Dinge aufzurütteln.“

Wie kann es der Automobilbranche auch künftig gelingen, den IT-Riesen im Kampf um die besten Talente voraus zu sein?

Antworten auf diese Frage bietet Universums aktueller „Talent Insight“-Bericht zur Automobilindustrie. Er basiert auf den Angaben von knapp 12.000 Studierenden aus 19 Ländern, die Ingenieurwissenschaften studieren und sich für einen Job in der Automobilindustrie interessieren. Spannend ist ein Blick auf ihre Karriereziele: Während auch diese Zielgruppe sich vorrangig für Work-Life-Balance und Jobsicherheit interessiert, so unterscheidet sie sich doch in einem Punkt auffällig stark von ihren Kommilitonen: Sie bekennt sich weit häufiger zu dem Ziel, unternehmerisch, kreativ oder innovativ tätig zu sein.

Für die Automobilindustrie ist das eine erfreuliche Nachricht, denn schließlich hängt ihre Fähigkeit, Innovationen hervorzubringen, nicht zuletzt davon ab, ob es ihr gelingt, kreative und unternehmerisch denkende Köpfe zu gewinnen. Doch blickt man auf Deutschland, ist plötzlich alles anders. Hiesige Ingenieurstudenten mit Affinität zur Automobilbranche interessieren sich nicht besonders häufig für eine unternehmerische, kreative und innovative Tätigkeit. Dieses Karriereziel schafft es bei ihnen gerade einmal auf den sechsten Platz – von neun möglichen Alternativen. Ihr Interesse liegt mit 28 Prozent um 5 Prozentpunkte unter dem ihrer deutschen Kommilitonen – und um satte acht Prozentpunkte unter dem der automobilaffinen Studierenden anderer Länder.

Aus Sicht der deutschen Automobilindustrie kann das kein erfreulicher Befund sein. Doch wie immer hat auch hier die Medaille zwei Seiten. Denn das Karriereziel, das für deutsche automobilaffine Studierende stattdessen auf Platz drei steht, hat es in sich: Jeder zweite von ihnen strebt danach, ein Manager oder eine Führungskraft zu werden – während es unter den übrigen deutschen Studierenden gerade einmal jeder Dritte ist. International wird dieser Wunsch sogar noch seltener geäußert.

Damit dürfte der deutschen Automobilindustrie erst einmal ein größerer Pool an potentiellen Führungskräften zur Verfügung stehen als der ausländischen Konkurrenz. Soweit, so gut. Wäre da nicht ein anderes Problem, dass sich hierzulande wie überall stellt: Nur 22 Prozent der Studierenden, die sich für die Branche interessieren, sind weiblich – eine Rate, die zu den niedrigsten aller in der „Talent Insight“-Serie untersuchten Branchen zählt. Es bleibt viel zu tun.

Weitere Informationen zum Thema finden Sie im eBook „Talent Attraction in the Automotive Industry“, das kürzlich als Teil unserer „Talent Insight“-Reihe erschienen ist und zum kostenlosen Download zur Verfügung steht. In dieser Reihe zeigen wir, was sich Studierende rund um den Globus von bestimmten Branchen wünschen – und wie Unternehmen diese Erkenntnisse für sich nutzen können, um die richtigen Talente für sich zu gewinnen: https://universumglobal.com/talent-insight-series/