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Was Frauen wollen

Gehalt, Karriereziele, Work-Life Balance: So unterschiedlich sind die Vorstellungen junger Frauen und Männer noch heute

Wenn Universum die neueste Student Survey und mit ihr das Jahresgehalt vorstellt, das Studierende für ihren ersten Job erwarten, geht Jahr für Jahr ein Raunen durch die Zuschauerreihen. Denn auch wenn der Befund immer ähnlich lautet, so ist und bleibt er erstaunlich: dass weibliche Studierende mit einem sehr viel niedrigerem Einstiegsgehalt rechnen als ihre männlichen Kommilitonen. 2015 liegt der so genannte „Gender Pay Gap“ bei etwa 8.000 Euro: Während die Frauen durchschnittlich von 38.423 Euro Jahresgehalt ausgehen, sind es bei den Männern 46.449 Euro.

Schätzen die Studentinnen ihre Lage schlichtweg realistisch ein? Oder sind zu bescheiden? Ist es also nicht allein den Arbeitgebern anzulasten, dass je nach Geschlecht unterschiedlich viel gezahlt wird? Fest steht: Wer mit niedrigeren Gehaltserwartungen in Verhandlungen mit dem zukünftigen Arbeitgeber geht, wird in der Regel auch weniger Geld mit nach Hause nehmen.

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Ein attraktives Grundgehalt hat für beide Geschlechter oberste Priorität, aber …

Danach gefragt, was für sie einen Arbeitgeber interessant macht, antworten nicht nur männliche, sondern auch weibliche Studierende: „ein attraktives Grundgehalt“ – dies ist das beliebteste aller zur Wahl stehenden Arbeitgeberattribute. Dabei vergisst man leicht, dass „attraktiv“ relativ ist. Davon ausgehend, dass die Studierenden darunter ein Gehalt verstehen, dass ihre eigenen Erwartungen übertrifft, könnte eine Summe, die Frauen durchaus verlockend erscheint, für Männer als inakzeptabel gelten.

Interessant ist auch der Blick auf die weiteren Präferenzen der Studierenden: Während für die Männer auf Platz zwei gleich ein „hohes Einkommen in der Zukunft“ folgt, spielt das für die Frauen nur eine untergeordnete Rolle. Sie interessiert vielmehr, ob das Arbeitsumfeld freundlich ist. Und während bei den Männern die Möglichkeit, Führungsaufgaben zu übernehmen, auf dem dritten Platz steht, so sind Frauen zum Beispiel vielfältige Arbeitsaufgaben sehr viel wichtiger. Der große Unterschied in Hinblick auf das Thema „Führungsrolle“ macht sich auch bemerkbar, wenn man die langfristigen Karriereziele der Studierenden betrachtet: Während es für fast jeden zweiten jungen Mann dazugehört, eine Führungskraft mit leitender Funktion zu werden, so strebt dies noch nicht einmal ein Drittel der jungen Frauen an.

Alle wollen Work-Life-Balance – aber was verstehen sie darunter?

Top-Karriereziel für beide Geschlechter ist – wie allgemein bekannt – die Work-Life-Balance. Doch verstehen sie recht unterschiedliches darunter. Für fast die Hälfte der Frauen bedeutet Work-Life-Balance, dass sich Familien- und Karriereplanung nicht stören, während daran nur knapp jeder dritte Mann denkt. Diese haben häufiger ein positives Arbeitsklima im Sinn, wenn sie Work-Life-Balance hören. Auch flexible Arbeitszeiten, ausreichende Freizeit und finanzielle Stabilität werden eher von Männern als von Frauen mit Work-Life-Balance assoziiert. Dieses Beispiel zeigt: Selbst dort, wo Frauen und Männer auf den ersten Blick scheinbar ähnliche Meinungen vertreten, lohnt es sich, genauer nachzufragen. Denn ihre Vorstellungen sind meist grundverschieden – auch heute noch.

Sie wollen mehr darüber erfahren, wie sie junge Frauen oder Männer für Ihr Unternehmen begeistern können? Sie interessieren sich für die Ergebnisse von Universums Student Survey 2015? Dann nehmen Sie gerne Kontakt zu uns auf! https://universumglobal.com/de/