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Wie hoch das Einkommen ist, hängt in Deutschland auch davon ab, welches Geschlecht man hat. Laut Statistischem Bundesamt war 2016 der durchschnittliche Bruttostundenverdienst von Frauen um 21 Prozent niedriger als der von Männern. Im EU-weiten Vergleich schneidet Deutschland damit schlecht ab: Von den im Jahr 2015 erfassten 27 Staaten verzeichnen mit Estland und Tschechien nur zwei Länder noch größere Lohnunterschiede zwischen den Geschlechtern.

Unterschiede, die nicht zu erklären sind

Fast drei Viertel des Gender Pay Gap seien in Deutschland auf strukturelle Unterschiede zurückzuführen, führt das Statistische Bundesamt weiter aus. Dass der Eine mehr verdient als die Andere, liegt demnach zu einem großen Teil daran, dass er einen anderen Beruf gewählt hat, in einer anderen Branche tätig ist, mehr Führungsverantwortung trägt oder sein Job eine höhere Qualifikation voraussetzt. Doch das verbleibende Viertel des Verdienstunterschieds kann nicht durch lohnrelevante Merkmale wie diese erklärt werden.

Bei vergleichbarer Qualifikation und Tätigkeit verdienten Frauen 2014 im Durchschnitt 6 Prozent weniger als Männer. Ob dieser bereinigte Gender Pay Gap die einzig relevante Zahl ist oder ob vielmehr die Ungerechtigkeit schon viel früher anfängt – nämlich damit, dass typische Frauenberufe schlechter bezahlt werden und Frauen in Führungspositionen unterrepräsentiert sind – lässt sich streiten.

Studentinnen erwarten fast 7.000 Euro weniger

Die Studierendenumfrage von Universum zeigt, dass zu der Vielzahl an möglichen Ursachen für die Lohnungleichheit eine weitere hinzukommt: Frauen, in diesem Fall Studentinnen, rechnen von vorneherein mit einem weitaus geringeren Einkommen als Männer. Während männliche Studierende zuletzt von einem Einstiegsgehalt von 46.805 Euro ausgingen, stellen sich Studentinnen auf durchschnittlich 39.834 Euro ein. Der Unterschied von 6.971 Euro entspricht einem Gender Pay Gap von 15 Prozent.

Dies wird natürlich auch dadurch beeinflusst, dass die Geschlechter in den verschiedenen Fachrichtungen unterschiedlich stark vertreten sind. Doch auch wenn man zum Beispiel die Wirtschaftswissenschaften separat betrachtet, findet man immer noch einen Gender Pay Gap von 13 Prozent. Bemerkenswert hierbei: In der Realität ist der Lohnunterschied für Berufseinsteiger noch vergleichsweise gering – er vergrößert sich erst im weiteren Verlauf der Erwerbsbiografie (vgl. Statistisches Bundesamt, Verdienstunterschied Männer und Frauen, 2006, S. 31f).

Die unterschiedlich hohen Lohnniveaus sind tief in den Köpfen verankert. Wie soll eine junge Frau aus ihrer ersten Gehaltsverhandlung mit einem ähnlich guten Ergebnis herausgehen wie ein junger Mann, wenn sie von vorneherein davon ausgeht, dass sie weniger verdienen wird?

Das Statische Bundesamt zieht angesichts historischer Daten ein positives Fazit: Frauen holten bei der Bezahlung langsam auf. Was die Schere in den Köpfen betrifft, lässt sich jedoch keine positive Veränderung feststellen. Auch vor fünf Jahren lag der Gender Pay Gap beim erwarteten Gehalt der Studierenden bei 15 Prozent.

 

Ergebnisse der Studierenden-Umfrage 2017 als Snapshot-Präsentation

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