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Immer am Limit? Was angehende Banker erwarten – und junge Banker erleben

banking_linkedin„Junger Goldman-Sachs-Banker zusammengebrochen“ – mit dieser oder ähnlichen Überschriften berichteten die Medien über einen Aufsehen erregenden Vorfall in Frankfurt. Überlange Arbeitszeiten bis tief in die Nacht bis hin zur Selbstaufopferung und falsch verstandener Ehrgeiz bei karriereorientierten Bankern seien in der Branche lange gang und gäbe gewesen. Gehören sie der Vergangenheit an?

Universum hat sowohl Studierende, die nach dem Abschluss in einer Bank arbeiten wollen, als auch Young Professionals, die den Einstieg bereits geschafft haben, gefragt, auf was sie bei ihrer Karriere Wert legen. Das Ergebnis ist bemerkenswert: Viele Studierende, die ihren Berufseinstieg in einer Bank planen, scheinen fest damit zu rechnen, dass sie auf Work-Life-Balance verzichten werden müssen. Sie haben große Ambitionen: 58 Prozent von ihnen haben sich das Ziel gesetzt, eine Führungskraft zu werden. Doch nach ein paar Jahren und mit der ersten Arbeitserfahrung sieht die Welt etwas anders aus: Von den Young Professionals mit bis zu acht Jahren Arbeitserfahrung haben nur noch 47 Prozent Interesse an einer Führungsposition. Es scheint, als sei ihnen der Wind aus den Segeln genommen.

Work-Life-Balance ist verzichtbar – aber nicht dauerhaft

Was ist mit dem Karriereziel, eine ausgeglichene Work-Life-Balance zu haben? Üblicherweise steht dies ganz oben auf der Wunschliste von Studierenden – nicht so bei den angehenden Bankern. Nicht einmal die Hälfte von ihnen bezeichnet dies als eines ihrer drei wichtigsten Karriereziele. Umso erstaunlicher ist es, dass über zwei Drittel der Young Professionals größten Wert auf Work-Life-Balance legen. Zugunsten der Karriere zurückzustecken, wenn es um Freizeit und Familie geht – das klingt in der Theorie offenbar leichter als es in der Realität ist. Banken als Arbeitgeber könnten also leicht einem Trugschluss erliegen, wenn ihnen ein top motivierter Berufseinsteiger gegenübersteht, der offenbar zu vielen Zugeständnissen bereit ist: Work-Life-Balance mag für ihn noch kein Thema sein – doch eines Tages könnte er sie so sehr vermissen, dass er zu neuen Ufern aufbricht.

Flexible Arbeitszeiten und Arbeitsbedingungen sind gefragt

Die Daten von Universum zeigen, auf was die Arbeitgeber dabei konkret achten sollten – denn „Work-Life-Balance“ ist bekanntermaßen ein weites Feld. Besonders wichtig ist den jungen Bankern demnach Flexibilität: 39 Prozent von ihnen halten flexible Arbeitszeiten für einen der drei wichtigsten Aspekte von Work-Life-Balance. 33 Prozent sprechen sich zudem für flexible Arbeitsbedingungen wie zum Beispiel Homeoffice aus. Darüber hinaus finden ein positives Arbeitsklima (33 Prozent) und finanzielle Stabilität (32 Prozent) großen Zuspruch. Zweitwichtigstes Karriereziel der jungen Banker ist im Übrigen, intellektuell herausgefordert zu sein – dies steht für sie noch vor dem Wunsch nach einer Führungsposition. Auch hier scheint so manche Bank noch erheblichen Nachholbedarf zu haben.

Dieser Blogbeitrag basiert auf dem Universum Student Survey sowie dem Universum Professional Survey. Kontaktieren Sie uns gerne, wenn Sie weitere Informationen hierzu wünschen!