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Universum Student Survey 2020 macht Umbruch und Chancen der Automobilindustrie deutlich

Arbeitgeberrankings zeigen die  attraktivsten Unternehmen für Studierende

Berlin, 22. Juni 2020  Die Automobilindustrie belegt in fast allen Ranglisten zwar weiterhin die Spitzenplätze, dennoch müssen Hersteller und Zulieferer in diesem Jahr einen leichten Rückgang ihrer Beliebtheit als ideale Arbeitgeber hinnehmen. Einzig Porsche kann sich diesem Trend entziehen. Zu den Gewinnern gehören große IT-Unternehmen und Forschungsinstitute. Das sind Ergebnisse der aktuellen Arbeitgeberrankings der Employer-Branding-Beratung Universum. Grundlage ist der Student Survey 2020, für den zwischen Oktober 2019 und April 2020 deutschlandweit 47.010 Studierende verschiedener Fachrichtungen befragt wurden.

”Das passt sehr gut in das Bild der Automobilindustrie als einer Schlüsselbranche Deutschlands, die sich mitten im Umbruch befindet. Sie wird aktuell stark herausgefordert – durch den Wandel hin zu E-Mobilität, die gestiegenen Anforderungen an die IT-Technologie und durch die gesamte Fridays-for-Future-Bewegung, mit der viele unserer Befragten sympathisieren”, kommentiert Tina Smetana, Country-Managerin Deutschland bei Universum, die Ergebnisse.

Covid-19 hat Veränderungen möglicherweise beschleunigt

Auf die Corona-Krise lässt sich diese Entwicklung nicht zurückführen. Wie in vielen anderen Ländern gibt es auch in Deutschland noch keine eindeutigen Trends in Bezug auf Covid-19. ”Eventuell hat die Corona-Krise eine längst überfällige Veränderung der Automobilbranche beschleunigt. Die Auswirkungen lassen sich kaum vorhersagen, zumal sich in Anbetracht von Covid-19 vermutlich das Reisen an sich und unsere Werte verschieben werden. Themen wie Sicherheit und Gesundheit könnten zukünftig eventuell wieder stärker in den Vordergrund treten. Das trifft natürlich nicht nur auf die Automobilbranche zu. Die Rankings lassen vermuten, dass es alltagsrelevante Marken zukünftig leichter haben werden. Die Automobilbranche hat einen durchaus guten Ausgangspunkt und die Chance, gestärkt daraus hervorzugehen”, so Smetana.

Neu und überraschend weit vorn: Trendige Markenunternehmen

In diesem Jahr gab es einige Überraschungen in den generell recht stabilen Rankings der attraktivsten Arbeitgeber: So sind bei den Studierenden der Wirtschaftswissenschaften Apple und Nike neu dabei und landen mit Platz 4 und 9 unter den Top 10. Ebenfalls neu in diesem Ranking sind Red Bull und Universal Music, die es mit Rang 25 und 27 auf Anhieb unter die Top 30 schaffen. „Alle diese Unternehmen haben starke Produktmarken. Es liegt die Vermutung nahe, dass sich diese positiv auf die Arbeitgebermarken auswirken. Inwiefern das ein zukünftiger Trend ist, bleibt abzuwarten“, so Smetana. Eine leichte Verschiebung gibt es an der Spitze: Google steigt bei den Wirtschaftswissenschaftlern zwei Plätze nach oben und ist damit nach Daimler/Mercedes-Benz (Platz 1) und Porsche (Platz 2) unter den Top 3. Audi verliert einen und die BMW Group drei Plätze, sodass sie auf Rang 5 und 6 landen. Damit werden die Top 4 dieses Jahr nicht ausschließlich von den Automobilunternehmen belegt.

Unverändert halten dagegen Porsche, Audi und Daimler/Mercedes-Benz die Spitzenpositionen im Ranking der angehenden Ingenieure. Bei diesen gehören die großen Forschungsinstitute eindeutig zu den diesjährigen Gewinnern. So steigt die Fraunhofer-Gesellschaft um drei Plätze auf Rang 14, die European Space Agency klettert um vier Plätze auf Rang 18 und die Max-Planck-Gesellschaft macht 13 Plätze gut und schafft es auf Rang 27.

Für die IT-Studierenden bleiben Google, Microsoft und Apple auch in diesem Jahr die beliebtesten Arbeitgeber. Porsche gewinnt in diesem Fachbereich sogar an Attraktivität und klettert um drei Plätze nach oben auf Rang 4. Es folgt SAP mit einem Sprung um vier Plätze nach oben auf Rang 5. Dagegen fällt Audi zwei Plätze nach unten und landet auf Rang 6. Daimler/Mercedes-Benz sowie die BMW Group verlieren jeweils drei Plätze und positionieren sich auf Rang 8 und 9. Neu im Ranking ist der Spieleentwickler Ubisoft und schafft es direkt auf Platz 10 schafft.

Bei den Studierenden der Naturwissenschaften muss Bayer die Topposition an die Max-Planck-Gesellschaft abtreten und sich mit dem zweiten Platz begnügen. An dritter Stelle platziert sich unverändert die Fraunhofer-Gesellschaft gefolgt von BASF auf Rang 4. Automobilunternehmen gehören für Studierende dieses Fachbereiches traditionell nicht zu den Top-Arbeitgebern. Dennoch steigen Porsche und Audi um jeweils zwei Plätze auf Rang 10 und 12. Daimler/Mercedes-Benz fällt dagegen um fünf Plätze auf Rang 22.

Die Top 5 Arbeitgeber der Studierenden im Überblick:

Top 5 Arbeitgeber der Studierenden

 

 

 

 

 

Womit können Unternehmen punkten?

Die Eigenschaften, die Unternehmen in der Gunst der Studierenden steigen lassen, sind insgesamt relativ stabil geblieben. Zu den Top 3 zählen weiterhin ein hohes Einkommen in der Zukunft und ein attraktives Grundgehalt. Für Studierende der Wirtschaftswissenschaften gehören darüber hinaus Möglichkeiten, Führungsaufgaben zu übernehmen dazu, bei den Ingenieuren und Naturwissenschaftlern sind es dagegen vielfältige Arbeitsaufgaben. Für IT-Studierende zählt Innovation zu den drei wichtigsten drei Eigenschaften.

Auf Führungskräfte, die ihre Entwicklung fördern, legen dagegen die Studierenden aller vier Fachbereiche deutlich weniger Wert. Ganz besonders trifft das auf jüngere Studierende zu. Diese schätzen dagegen die Anerkennung von Leistung mehr als ihre älteren Kommilitonen. Beide Eigenschaften sind zudem für männliche Studierende wesentlich attraktiver als für weibliche. Das entspricht der Tatsache, dass männliche Studierende karriere- und geldbezogene Faktoren im Vergleich zu weiblichen Studierenden bevorzugen.

Beschleunigt Corona die Reise zum Arbeitsplatz der Zukunft?

Danach gefragt, welche Begriffe sie mit dem Arbeitsplatz der Zukunft assoziieren, nannten die Studierenden am häufigsten Innovation, Work-Life-Balance, Home Office, Flexibilität, Sicherheit und Digitalisierung. All diese Themen haben im Rahmen der Corona-Krise an Bedeutung gewonnen, teilweise aus der Not heraus. Für Unternehmen liegt darin eine große Chance, vor allem sofern sie auf diese Themen Wert legen und darüber kommunizieren, auch nachdem wieder mehr Normalität eingekehrt ist. Schließlich zeigt ein Blick auf die Eigenschaften, die Arbeitgeber attraktiv machen, durchaus Übereinstimmungen. So liegt Innovation bei angehenden Ingenieuren und Naturwissenschaftlern sowie bei IT-Studierenden unter den Top 10. Das gleiche gilt für eine sichere Anstellung, die zusätzlich für die Wirtschaftswissenschaftler zu den zehn attraktivsten Arbeitgebereigenschaften zählt. Flexible Arbeitsbedingungen sind dagegen für Studierende der IT und Work-Life-Balance für die angehenden Naturwissenschaftler unter den Top 10.

Über den Universum Student Survey 2020 in Deutschland
Für den Universum Student Survey 2020 wurden zwischen Oktober 2019 und April 2020 insgesamt 47.010 Studierende an 231 Hochschulen in Deutschland befragt. Auf dieser Basis erstellte Universum die Arbeitgeberrankings für verschiedene Studienrichtungen: Wirtschaftswissenschaften, Ingenieurwesen, IT/Informatik, Naturwissenschaften, Geistes- und Sozialwissenschaften, Rechtswissenschaften und Medizin/Gesundheitswissenschaften. Die Befragten gaben unter anderem Auskunft dazu, bei welchen Unternehmen sie gerne arbeiten möchten, nach welchen Kriterien sie Arbeitgeber bewerten, welche Gehaltsvorstellungen sie haben und welche langfristigen Karriereziele sie verfolgen. Weitere Informationen und Rankings: https://universumglobal.com/de/studentsurvey2020/

Über Universum
Universum, Teil der StepStone-Gruppe, ist ein weltweit führendes Unternehmen im Bereich Employer Branding. Mit über 30 Jahren wertvoller Erfahrung im Bereich Employer Branding haben wir uns weltweit in 60 Märkten etabliert und sind an Standorten in 20 Ländern präsent. Unsere Befragungen von Studierenden und Professionals bieten Personalverantwortlichen einzigartige Informationen, was zukünftige Talente bei Unternehmen suchen. Auf unsere datengesteuerten und aussagekräftigen Ergebnisse vertrauen 1.700 Kunden, darunter viele Fortune-500-Unternehmen, sowie globale Medienpartner, die unsere jährlichen Rankings und Trendberichte veröffentlichen.

Weitere Informationen: www.universumglobal.com/de

Pressekontakt: Universum Deutschland

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