Universum ist führend in der Entwicklung von Arbeitgebermarken auf Basis breiter Marktforschung. Mit über 25 Jahren Erfahrung und Niederlassungen auf der ganzen Welt unterstützen wir multinationale Unternehmen, Talente zu finden und für sich zu gewinnen. Wir helfen ihnen, bessere Arbeitskräfte zu bekommen – ganz einfach.

Work hard, play hard? Die Berater und die Work-Life-Balance

Die Beratungsbranche hat den Ruf, Berufseinsteiger maximal zu fordern und ihnen aber gleichzeitig auch beste Chancen für die weitere Karriere zu eröffnen. Wie sehen das die Young Professionals in den Management- und Strategieberatungen eigentlich selbst? Können sie auf die Work-Life-Balance, die ihren Altersgenossen so wichtig ist, getrost verzichten? Wie zufrieden sind sie dort, wo sie jetzt arbeiten? Und welche Pläne haben sie für ihre weitere Karriere? Um Antworten auf diese und viele weitere Fragen zu finden, haben wir die jungen Beraterinnen und Berater im Rahmen der Universum Professional-Studie 2016 um ihre Meinung gebeten. Es zeigt sich: In ihren Zielen und Wünschen unterscheiden sie sich ganz erheblich von jungen Berufstätigen in anderen Branchen.

Karriereziel Nummer eins: intellektuelle Herausforderung

Auf den ersten Blick scheint jungen Beratern ein guter Ausgleich zwischen Arbeit und Privatleben tatsächlich weniger wichtig zu sein: Während 64 Prozent der übrigen Young Professionals „eine ausgewogene Work-Life-Balance“ als eines ihrer drei wichtigsten Karriereziele bezeichnen, sind es bei den Beratern nur 51 Prozent. Damit schafft es die Work-Life-Balance bei ihnen nur auf den zweiten Platz der Top-Karriereziele. Auf Platz eins steht für sie: „intellektuell herausgefordert zu sein“. Besonders unbedeutend erscheint ihnen dagegen die Jobsicherheit: Nur 15 Prozent finden sie relevant, während sich von den übrigen Young Professionals 39 Prozent für sie aussprechen.

Ein guter Grund zu wechseln

Soviel steht fest: Beratungsunternehmen können bei ihren jungen Mitarbeitern punkten, wenn sie ihnen intellektuell anspruchsvolle Tätigkeiten bieten. Doch wer glaubt, die Work-Life-Balance habe in der Beratungsbranche keine Beachtung verdient, irrt gewaltig! Denn wenn man die jungen Berater fragt, was sie dazu bewegen würde, sich für einen anderen Job zu bewerben, sagen 43 Prozent von ihnen: „Eine verbesserte Work-Life-Balance!“ Zum Vergleich: In den übrigen Branchen nennen dies nur 24 Prozent der Young Professionals als einen ihrer drei wichtigsten Wechselgründe.

Dabei sind gerade die Young Professionals aus der Beratungsbranche ausgesprochen wechselwillig – und das, obwohl sie mit ihrem jetzigen Job zufriedener sind als andere Berufseinsteiger und ihren aktuellen Arbeitgeber auch häufiger weiterempfehlen würden! Fast 40 Prozent von ihnen planen, ihren Job innerhalb der kommenden zwölf Monate zu wechseln.

Was heißt hier „Work-Life-Balance“?

Doch zurück zur Work-Life-Balance: Was verbirgt sich für junge Berater hinter diesem Buzz-Word? Mit Abstand am häufigsten verbinden sie damit flexible Arbeitsbedingungen. Sie assoziieren dies sehr viel öfter mit Work-Life-Balance als die übrigen Young Professionals – wohl auch, weil Beratungen damit tatsächlich punkten können und es auch leben. Ebenso stehen flexible Arbeitszeiten in der Beratungsbranche besonders hoch im Kurs. Für die Beratungshäuser ist es wichtig, diese beiden Punkte wieder und wieder überzeugend zu kommunizieren – zum Beispiel, indem sie Mitarbeiter als Markenbotschafter gewinnen und einsetzen. Auf Platz drei liegen ausreichende Erholungsphasen nach Belastungsspitzen. Ein positives Arbeitsklima, das in anderen Gruppen eine Grundvoraussetzung für Work-Life-Balance ist und eine hohe Relevanz besitzt, erscheint den jungen Beratern demgegenüber als „nice to have“.

Traumarbeitgeber gesucht!

Eine verbesserte Work-Life-Balance ist einer der wichtigsten Wechselgründe, doch was sollte der neue Arbeitgeber außerdem zu bieten haben? Was macht ihn für Young Professionals aus der Beratungsbranche attraktiv? Neben einem attraktiven Grundgehalt sollte er vor allem ein gutes Trainingsangebot und interessante Weiterentwicklungsmöglichkeiten bieten – dieser Aspekt spielt bei Young Professionals anderer Branchen übrigens eine deutlich geringere Rolle. Außerdem besonders gefragt: Führungskräfte, die die Entwicklung fördern.

Welchen Unternehmen trauen die Young Professionals aus der Beratungsbranche die Erfüllung ihrer Wünsche zu? Auch darauf liefert die Universum Professional-Studie Antworten. Der am häufigsten genannte Traumarbeitgeber ist demnach die Boston Consulting Group. Doch davon abgesehen sind es oft branchenfremde Unternehmen, bei denen die jungen Berater künftig ihr Glück suchen wollen: Sie heißen BMW, Porsche, Audi oder auch Google.