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Eigenschaften attraktiver Arbeitgeber 2021: Young Professionals legen mehr Wert auf Anerkennung, Respekt und Sicherheit

By Universum on 30/09/2021

Verändert sich durch Covid-19 der Wettbewerb um Talente? Welche Auswirkungen haben die Pandemie-bedingten Herausforderungen auf die Eigenschaften, die Arbeitgeber attraktiv machen? Die aktuellen Ergebnisse des jährlichen Universum Young Professional Survey zeigen spannende Tendenzen, die durchaus mit der Pandemie zusammenhängen können. Deutschlandweit gaben 16.600 Young Professionals zwischen Oktober 2020 und März 2021 unter anderem Auskunft darüber, was ihnen in ihrer Karriere wichtig ist, welche Aspekte sie an Unternehmen schätzen und wer die Attraktivsten Arbeitgeber 2021 sind.  

Attraktives Grundgehalt bleibt Karrierepräferenz Nummer 1 

Am wichtigsten ist für junge Berufstätige mit einem Abschluss in den Fachbereichen Wirtschaftswissenschaften, Ingenieurwesen, IT/Informatik und Naturwissenschaften nach wie vor ein attraktives Grundgehalt. An zweiter und dritter Stelle folgen für Young Professionals aus den Wirtschaftswissenschaften auch in diesem Jahr flexible Arbeitsbedingungen und Work-Life-Balance. Für junge Berufstätige aus dem Ingenieurwesen und der IT nehmen in diesem Jahr ein hohes Einkommen in der Zukunft und flexible Arbeitsbedingungen diese Plätze ein. Letztere stehen bei Young Professionals aus den Naturwissenschaften an zweiter Stelle und sind damit etwas wichtiger als eine sichere Anstellung.  

Anerkennung von Leistung erstmals unter den wichtigsten 10 Präferenzen

Deutlich an Bedeutung gewonnen hat die Anerkennung von Leistung. Bei jungen Berufstätigen der Wirtschaftswissenschaften, des Ingenieurwesens und der Informatik landet dieser Aspekt erstmals unter den wichtigsten 10 Karrierepräferenzen. Eine Vermutung ist, dass das am durch die Pandemie erzwungen Homeoffice liegen könnte. Die eigene Leistung ist hier möglicherweise weit weniger transparent als vor Ort im Büro, sodass deren Anerkennung an Wert gewinnt.   

Auch auf Respekt gegenüber Mitarbeitenden legen Young Professionals im Vergleich zum vergangenen Jahr mehr Wert. Von allen Karrierepräferenzen hat diese bei jungen Berufstätigen mit einem Abschluss im Ingenieurwesen oder in den Naturwissenschaften den größten Zugewinn. Dass sich diese Entwicklung sowohl bei Studierenden als auch bei Young Professionals zeigt, spricht für eine gesellschaftliche Entwicklung, die unabhängig von der aktuellen Lebenssituation ist. Möglicherweise hat die Krise das Bedürfnis nach einem respektvollen Umgang miteinander gestärkt. 

In Anbetracht der Pandemiesituation sicher weniger überraschend ist der stärkere Fokus auf einer sicheren Anstellung. Bei jungen Berufstätigen des Ingenieurwesens und der Naturwissenschaften ist dieser Aspekt jeweils von Rang 5 auf 4 und 3 gestiegen. Bei Young Professionals der Wirtschaftswissenschaften und Informatik zählt eine sichere Anstellung auf Rang 8 und 4 erstmals zu den Top 10.  

Generell an Bedeutung verloren haben dagegen attraktive Produkte und Dienstleistungen, Prestige sowie Work-Life-Balance. Die Gründe dafür lassen sich lediglich vermuten: Eventuell sind diese Aspekte in Anbetracht eines drohenden Jobverlustes gar nicht mehr so wichtig. Vielleicht konnte das Pandemie-bedingt erzwungene Homeoffice auch dazu beitragen, bereits mehr Work-Life-Balance umzusetzen. 

Bedenken gegenüber Remote Work  

Interesse an Remote Work ist bei allen Young Professionals vorhanden: Rund zwei Drittel derjenigen mit einem Abschluss in Wirtschaftswissenschaften, Ingenieurwesen und Naturwissenschaften geben dies an. In der Informatik sind es sogar 85 %. Die gewonnene Flexibilität scheint durchaus geschätzt zu werden.  

Gleichzeitig gehen damit jedoch Bedenken einher: So befürchtet rund die Hälfte der Young Professionals, isoliert zu sein und soziale Kontakte mit ihrem Team zu verpassen. Jeweils rund zwei Drittel haben Sorgen, dass das remote Onboarding nicht so effektiv ist oder Arbeitgeber im Büro präsente Mitarbeitende bevorzugen könnten. Für Arbeitgeber kann das eine große Chance sein, bei den gewünschten Talenten zu punkten, indem sie diese Sorgen adressieren und passende Modelle entwickeln. 

Wer sind die Attraktivsten Arbeitgeber der Young Professionals? 

Veränderungen gab es auch in den Rankings der Attraktivsten Arbeitgeber 2021. So schafft es Porsche bei den Young Professionals der Wirtschaftswissenschaften auf das Siegertreppchen, Google fällt auf Platz 2. Zwei Treppchen nach oben auf Rang 3 geht es für Daimler/Mercedes-Benz. Die BMW Group hält sich auf Rang 4. Bosch schafft den Aufstieg um sechs Plätze auf Rang 5. 

Im Ingenieurwesen kann Porsche seine Spitzenposition halten. Jeweils drei Plätze steigen Bosch und Siemens auf Rang 2 und 3. Je zwei Plätze nach unten geht es dagegen für die BMW Group (Rang 4) und Audi (Rang 5).  

Keine Veränderungen an der Spitze gab es dagegen bei den jungen Berufstätigen mit einem Abschluss in IT/Informatik. Google und Microsoft müssen zwar Verluste in den Prozentpunkten hinnehmen, können sich jedoch auf Rang 1 und 2 halten. Es folgt Neueinsteiger Tesla auf Rang 3. Je einen Platz nach unten geht es für Amazon und Apple, die auf Rang 4 und 5 landen. 

Völlig neu gestaltet sich die Spitze der Attraktivsten Arbeitgeber bei den Young Professionals mit einem Abschluss in Naturwissenschaften. Roche klettert zwei Ränge nach oben und schafft es in die Pole-Position. BASF steigt drei Plätze auf Rang 2, Bayer macht einen Platz gut und landet auf Rang 3. Es folgt Merck auf Rang 4: Das Chemie- und Pharmaunternehmen legt vier Plätze zu. Novartis schafft den Aufstieg um eine Position und landet auf Rang 5.

Kleine und mittelständische Unternehmen ebenfalls attraktiv 

Obwohl die Rankings der Attraktivsten Arbeitgeber von größeren Organisationen dominiert werden, scheinen sie lediglich für einen Teil der jungen Berufstätigen am attraktivsten zu sein. Rund die Hälfte der Young Professionals aus allen vier Fachbereichen gab an, kleine oder mittelständische Unternehmen größeren Organisationen vorzuziehen. 

Eigenschaften attraktiver Arbeitgeber verändern sich 

Die Ergebnisse des Universum Young Professional Survey 2021 lassen vermuten, dass die mit Corona verbundenen Veränderungen der Arbeitswelt Young Professionals durchaus herausfordern. Karrierepräferenzen und Eigenschaften attraktiver Arbeitgeber ändern sich und das hat vermutlich auch einen Einfluss auf die Rankings der Attraktivsten Arbeitgeber. Inwiefern sich die Tendenzen bestätigen, werden die nächsten Umfragen zeigen. Die aktuellen Universum-Daten bieten Unternehmen auf jeden Fall eine fundierte Grundlage, um auf diese Veränderungen zielgruppengenau mit den passenden Maßnahmen und Botschaften zu reagieren. So haben sie die Chance, die gewünschten Talente zu erreichen und zu begeistern.   

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