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Employer Branding bleibt auch in der Pandemie eine Top-Priorität

By Universum on 09/02/2021

Wie hat sich die Pandemie bisher auf das Employer Branding ausgewirkt? Um dieser Frage auf den Grund zu gehen, hat Universum im Oktober und November 2020 eine weltweite Umfrage unter mehr als 350 Employer-Branding- und Talent-Acquisition-Profis durchgeführt: den Employer Pulse Survey. Vergleiche zur Situation vor der Krise und der frühen Phase der Pandemie ermöglicht der EB Now Survey, den Universum bereits im Februar bis April 2020 mit über 1.000 Befragten durchgeführt hatte.

Wie haben sich die Rekrutierungsziele durch die Pandemie verändert?

Während bis zum 15. März 2020 nur 13 Prozent der Befragten dachten, dass sie im kommenden Jahr weniger Neueinstellungen anstreben werden, stieg dieser Anteil in der frühen Phase der Pandemie auf 27 Prozent, im Herbst 2020 sogar auf 35 Prozent. Der Anteil der Unternehmen, die stattdessen mit einer wachsenden Zahl an Neueinstellungen rechnen, sank erheblich. Doch die Gruppe derer, die von unverändert hohen Rekrutierungszielen ausgehen, bleibt über den gesamten Zeitraum die größte: Auch im Herbst prognostizierten 45 Prozent der Befragten, dass sie genauso viele neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter finden wollen wie zuvor.

Wie schwer ist es heute, offene Positionen zu besetzen?

Auf den ersten Blick scheint es so, als habe sich die Lage für die Arbeitgeber etwas entspannt. Vor der Pandemie dachten fast drei Viertel der befragten Großunternehmen (mit über 10.000 Beschäftigten), dass es in den kommenden 12 Monaten schwieriger werden wird, offene Positionen zu besetzen. Diese Meinung vertraten im Herbst nur noch 39 Prozent der Befragten aus großen Unternehmen. Wenn es jedoch darum geht, die besonders begehrten Spezialistinnen und Spezialisten zu rekrutieren, dürfte die Herausforderung größer sein denn je: Wer bereits einen guten Job hat, neigt vermutlich besonders in Krisenzeiten dazu, seinem aktuellen Arbeitgeber die Treue zu halten.

Welche Rolle spielt Employer Branding in Zeiten der Pandemie?

Tatsächlich zeigen die Zahlen, dass die Bedeutung von Employer Branding durch die Pandemie nicht geschmälert wurde. Auch im Herbst 2020 ist Employer Branding für 68 Prozent der befragten Großunternehmen eine der Top-Prioritäten für das kommende Jahr. Weitere 29 Prozent halten es für wichtig, zählen es aber nicht zu den Top-Prioritäten. Der Anteil derer, denen es unwichtig erscheint, ist verschwindend gering. Auf die Frage, wie sich die Bedeutung von Employer Branding infolge der Pandemie geändert hat, antworteten zuletzt 42 Prozent der Befragten aus den großen Unternehmen: „Es ist noch wichtiger geworden.“ Nur 10 Prozent finden, es spiele jetzt eine geringere Rolle.

Wie hat sich das Recruiting an den Hochschulen verändert?

Drei von vier Befragten gaben an, dass sie ihr Praktikums-Angebot beibehalten oder sogar weiter ausgebaut haben. Das gleiche gilt für spezielle Programme für Absolventinnen und Absolventen. Studierenden wurde – trotz der schwierigen Rahmenbedingungen – mehr Aufmerksamkeit geschenkt als in früheren Jahren. Etwa zwei Drittel der befragten Unternehmen versuchen aufgrund der Pandemie, ihre Erreichbarkeit für Studierende zur verbessern. Weit über die Hälfte bemüht sich mehr als zuvor, die Wünsche und Erwartungen der Studierenden zu verstehen.

Welche Bedeutung wird das virtuelle Recruiting zukünftig haben?

Dass das virtuelle Recruiting genutzt wird, war und ist den äußeren Umständen geschuldet. Seine Vorteile treten aber immer mehr zutage. So hat es beispielsweise die Zahl der Hochschulen, an denen rekrutiert wird, bei vielen Arbeitgebern erhöht. Fast drei Viertel der befragten Großunternehmen gehen inzwischen davon aus, dass sie das virtuelle Recruiting auch nach der Pandemie beibehalten werden. Es könnte sich zum neuen Standard entwickeln.

Wie stark hat die Pandemie das Thema Homeoffice vorangebracht?

Auch das Homeoffice hat in der Pandemie die Chance gehabt, seine Vorzüge unter Beweis zu stellen – offenbar mit Erfolg. Während vor der Pandemie nur jedes fünfte Unternehmen uneingeschränkte Möglichkeiten bot, remote zu arbeiten, sind es in der Pandemie fast zwei Drittel. Der Anteil der Arbeitgeber, die nach der Pandemie an ihrem neuen Umgang mit Homeoffice festhalten möchten, liegt bei 72 Prozent.

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