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Homeoffice, Work-Life-Balance und Nachhaltigkeit begeistert Young Professionals

22.09.2022

Überblick der wichtigsten Ergebnisse des Universum Young Professional Survey 2022

Spätestens seit Beginn der Corona-Pandemie zeichnet sich ein klarer Trend ab: Remote Work, meist Homeoffice und Nachhaltigkeit gewinnen an Bedeutung. Diesen Trend bestätigt auch der aktuelle Universum Young Professional Survey 2022, auf dem die Rankings der Attraktivsten Arbeitgeber beruhen. Universum, zu StepStone gehörend, führt die Befragung jährlich weltweit durch. In Deutschland nahmen zwischen Oktober 2021 und März 2022 insgesamt 13.335 Young Professionals teil. Die umfangreichen und detaillierten Daten geben Unternehmen ein aktuelles Bild, was junge Berufstätige in Bezug auf Job und Karriere bewegt. So lassen sich Employer-Branding-Maßnahmen gegebenenfalls anpassen und entsprechende Lösungen entwickeln.

Flexibles Arbeiten und Work-Life-Balance erstmals unter den Top 3 Karrierepräferenzen

Danach gefragt, was jungen Berufstätigen in ihrer Karriere am wichtigsten ist, steht bei Young Professionals mit einem Abschluss in Wirtschafswissenschaften, Ingenieurwesen, IT und Naturwissenschaften ein attraktives Grundgehalt nach wie vor an erster Stelle. Erstmals belegen flexible Arbeitsbedingungen und Work-Life-Balance bei jungen Berufstätigen aus allen vier Fachbereichen jetzt die zweite oder dritte Stelle der Rangliste der Karrierepräferenzen. Ausgenommen sind junge Berufstätige mit einem IT-Abschluss: Für diese liegt Work-Life-Balance auf Platz 4, hinter einem hohen Einkommen in der Zukunft.

Vermutlich bedeuten flexible Arbeitsbedingungen für die meisten Beschäftigten vor allem, remote oder im Homeoffice arbeiten zu können. Dabei kann die Kombination aus flexiblen Arbeitsbedingungen und Work-Life-Balance darauf hinweisen, dass sich Young Professionals durchaus bewusst sind, dass im Homeoffice die Gefahr erhöht ist, sich zu überfordern und deshalb gleichzeitig Wert auf Work-Life-Balance legen.

Für zwei Drittel ist das Remote-Work-Angebot wichtig

Das generelle Interesse aller Young Professionals an Remote Work ist mit einem Anstieg um fast 10 Prozentpunkte auf 78 Prozent im Vergleich zum vergangenen Ranking deutlich gestiegen. Danach gefragt, wie wichtig es für junge Berufstätige ist, dass Arbeitgeber die Möglichkeit bieten, remote oder im Homeoffice zu arbeiten, geben insgesamt 68 Prozent an, dass das für sie wichtig oder sehr wichtig ist. Ähnlich verhält es sich mit 65 Prozent für Senior Professionals. Das sind Berufstätige, die mehr als acht Jahre Arbeitserfahrung haben oder älter als 40 Jahre sind. Bei den Studierenden ist dieser Anteil mit 48 Prozent deutlich geringer. Die Daten widersprechen damit dem Mythos, dass lediglich die jüngeren Generationen flexibel arbeiten möchten.

Den größten Wert auf die Möglichkeit, im Homeoffice arbeiten zu können, legen mit 72 Prozent Young Professionals mit einem Abschluss in Wirtschaftswissenschaften und IT, gefolgt von jungen Berufstätigen mit einem Abschluss im Ingenieurwesen (66 Prozent) und Naturwissenschaften (64 Prozent). Einigkeit besteht bei der Anzahl der gewünschten Tage im Homeoffice: Mit insgesamt 68 Prozent würde die Mehrheit gerne zwei bis drei Tage pro Woche von der Option Gebrauch machen.

Nachhaltigkeit gewinnt mit dem Alter an Bedeutung

Noch ein weiterer Mythos scheint durch die Daten entkräftet zu werden: Konnte man in Anbetracht der Fridays-for-Future-Bewegung den Eindruck gewinnen, dass Nachhaltigkeit vor allem für die jüngeren Generationen wichtig ist, zeigt der Universum Young Professional Survey 2022 genau das Gegenteil. Environmental-Social-Governance- und Nachhaltigkeitsthemen werden mit zunehmendem Alter wichtiger. Danach gefragt, welche Themen im Bereich Environmental Social Governance und Nachhaltigkeit am wichtigsten sind, legen alle Altersklassen den meisten Wert auf Corporate Social Responsibility, ethische Standards und Respekt für die Mitarbeitenden. 

Gleichzeitig spielt Nachhaltigkeit auch bei der Arbeitgeberwahl eine Rolle. Mit insgesamt 48 Prozent gibt fast die Hälfte der befragten Young und Senior Professionals an, dass Nachhaltigkeit bei der Wahl eines Arbeitgebers wichtig oder sehr wichtig ist. Unternehmen tun damit gut daran, ihr Engagement in diesem Bereich zu kommunizieren – ganz nach dem Motto: „Tue Gutes und sprich darüber.“

Karrierepräferenzen verändern sich in der neuen Normalität

Einige Aspekte, die Young Professionals in ihrer Karriere wichtig sind und im vergangenen Survey stark an Bedeutung gewonnen hatten, verlieren diese teilweise wieder: Am deutlichsten zeigt sich das bei der Anerkennung von Leistung, die in der Rangliste der Karrierepräferenzen bei Young Professionals insgesamt um sechs Plätze abgestiegen ist. Am größten ist der Verlust mit zehn Plätzen bei jungen Berufstätigen mit einem IT-Abschluss. Bei jungen Berufstätigen aus dem Ingenieurwesen und Naturwissenschaften ging es neun und sechs Plätze nach unten.

Welche Unternehmen sind für Young Professionals am attraktivsten?

Für junge Berufstätige mit einem wirtschaftswissenschaftlichen Abschluss stehen Porsche und Google weiterhin auf Rang 1 und 2. Die BMW Group macht eine Position gut und landet auf Platz 3. Dadurch fällt Daimler/Mercedes-Benz einen Rang ab auf Platz 4 und landet vor Apple auf Rang 5. Auch bei jungen Berufstätigen mit einem Ingenieursabschluss steht Porsche weiterhin an der Spitze. Wie im vergangenen Ranking folgen Bosch, Siemens und die BMW Group. Alle vier Unternehmen halten ihre Plätze, gewinnen jedoch in Prozenten, am deutlichsten Bosch mit 2,19 Prozentpunkten. Daimler/Mercedes-Benz klettert um zwei Plätze nach oben auf Rang 5. Auch bei IT-Young-Professionals bleibt die Spitzenposition mit Google unverändert, weiterhin gefolgt von Microsoft. Apple steigt einen Rang nach oben auf Platz 3. Porsche klettert drei Positionen auf Rang 4 und SAP steigt um eine Stufe auf Platz 5. BioNTech stand Young Professionals mit einem naturwissenschaftlichen Abschluss erstmalig zur Auswahl und schafft es direkt an die Spitze des Rankings. Roche fällt dadurch auf Platz 2 und landet vor der Fraunhofer-Gesellschaft auf Platz 3 und der Max-Planck-Gesellschaft auf Rang 4. Beide Unternehmen machen drei Ränge gut. Bayer verliert zwei Plätze und landet gemeinsam mit Merck auf Rang 5.

Welche Unternehmen sind für Young Professionals am attraktivsten?

Für junge Berufstätige mit einem wirtschaftswissenschaftlichen Abschluss stehen Porsche und Google weiterhin auf Rang 1 und 2. Die BMW Group macht eine Position gut und landet auf Platz 3. Dadurch fällt Daimler/Mercedes-Benz einen Rang ab auf Platz 4 und landet vor Apple auf Rang 5. Auch bei jungen Berufstätigen mit einem Ingenieursabschluss steht Porsche weiterhin an der Spitze. Wie im vergangenen Ranking folgen Bosch, Siemens und die BMW Group. Alle vier Unternehmen halten ihre Plätze, gewinnen jedoch in Prozenten, am deutlichsten Bosch mit 2,19 Prozentpunkten. Daimler/Mercedes-Benz klettert um zwei Plätze nach oben auf Rang 5.

Auch bei IT-Young-Professionals bleibt die Spitzenposition mit Google unverändert, weiterhin gefolgt von Microsoft. Apple steigt einen Rang nach oben auf Platz 3. Porsche klettert drei Positionen auf Rang 4 und SAP steigt um eine Stufe auf Platz 5. BioNTech stand Young Professionals mit einem naturwissenschaftlichen Abschluss erstmalig zur Auswahl und schafft es direkt an die Spitze des Rankings. Roche fällt dadurch auf Platz 2 und landet vor der Fraunhofer-Gesellschaft auf Platz 3 und der Max-Planck-Gesellschaft auf Rang 4. Beide Unternehmen machen drei Ränge gut. Bayer verliert zwei Plätze und landet gemeinsam mit Merck auf Rang 5.

Tesla verliert auch bei den Young Professionals an Attraktivität

Im vergangenen Ranking hatten junge Berufstätige mit einem Abschluss in Wirtschaftswissenschaften, Ingenieurwesen, IT oder Naturwissenschaften erstmals die Möglichkeit, Tesla als idealen Arbeitgeber auszuwählen. Das Automobilunternehmen konnte sich direkt unter den Top-Arbeitgebern platziert. Wie bereits im Ranking der Studierenden verliert Tesla jetzt auch bei den Young Professionals. Das zeigt sich vor allem in den Prozentwerten. Am größten ist der Verlust mit 3,73 Prozentpunkten unter jungen Berufstätigen mit einem IT-Abschluss. Das Unternehmen fällt dadurch um vier Plätze auf Rang 7. Am wenigsten verliert Tesla bei Young Professionals aus den Wirtschaftswissenschaften. Hier sind es 1,56 Prozentpunkte, die allerdings sechs Rankingplätzen entsprechen, sodass das Unternehmen auf Rang 13 landet und damit sogar aus den Top 10 fällt.

Bosch, ZEISS und Siemens gewinnen an Beliebtheit

Dagegen steigen mit Bosch, ZEISS und Siemens gleich drei traditionelle deutsche Großkonzerne deutlich in der Gunst der Young Professionals. Den mit 2,89 Prozentpunkten insgesamt größten Zuwachs kann Bosch unter jungen Berufstätigen mit einem Abschluss in IT realisieren. Dadurch steigt das Unternehmen vier Positionen auf Rang 8 und sichert sich seinen Platz unter den Top 10. Siemens und ZEISS gewinnen dagegen mit 2,66 und 2,65 Prozentpunkten am meisten bei Young Professionals mit einem naturwissenschaftlichen Abschluss. Siemens macht dadurch 4 Positionen gut und landet auf Platz 10. ZEISS steigt 13 Ränge nach oben auf Platz 13. In den Rankings der verschiedenen Fachbereiche sind die drei Unternehmen oft bereits unter den Top 10 vertreten, sodass ein Gewinn von mehr als zwei Prozentpunkten beachtlich ist.

Daten zeigen Trends und ermöglichen erfolgreiche Employer-Branding-Maßnahmen

Die Daten des aktuellen Young Professional Survey 2022 zeigen, dass flexibles Arbeiten und Nachhaltigkeitsthemen für alle Altersklassen relevant sind. Arbeitgeber sollten die oft noch vorhandene Ablehnung von Homeoffice überwinden, ihr Nachhaltigkeitsengagement kommunizieren und Work-Life-Balance fördern, wenn sie Young Professionals begeistern möchten. Andernfalls gehen sie das Risiko ein, einen beträchtlichen Teil potenzieller Talente zu verlieren. Unternehmen wie Universum und StepStone stehen bereit, beim Entwickeln der unternehmensspezifischen Lösungen zu unterstützen.

Young Professionals Survey Deutschland 2022

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