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Global Cost of Talent: Studierende in der Schweiz, Dänemark und den USA fordern die höchsten Gehälter

Einerseits ist es für Arbeitgeber wichtig, attraktive Gehälter zu bieten, andererseits wollen Unternehmen natürlich nicht zu viel bezahlen. Mit der neuen „Global Cost of Talent“-Studie bietet Universum Orientierung. Sie basiert auf Befragungen unter 580.397 Studierenden aus den Wirtschafts- oder Ingenieurwissenschaften aus 57 Ländern – und liefert damit insbesondere international agierenden Unternehmen wichtige Informationen. Die Frage, auf welche die Teilnehmerinnen und Teilnehmer eine Antwort gaben, lautete: „Welches Bruttoeinkommen (ohne Zusatzleistungen) erwarten Sie bei Ihrem ersten Job nach dem Studium?“

Deutschland im weltweiten Vergleich auf Platz 5

Laut der Studie müssen Arbeitgeber in der Schweiz am tiefsten in die Tasche greifen: Im Durchschnitt rechnen Studierende der Wirtschaftswissenschaften dort mit einem Einstiegsgehalt von 72.056 Euro. Die Kosten für die deutschen Studierenden liegen im weltweiten Vergleich auf dem fünften Platz: Für angehende Wirtschaftswissenschaftler liegen sie bei 42.251 Euro. Die Plätze zwei bis vier nehmen Dänemark, die USA und Norwegen ein. Das Schlusslicht des Rankings im Bereich Wirtschaftswissenschaften bildet Vietnam mit 5.480 Euro erwartetem Gehalt.

Obwohl die Ergebnisse zeigen, dass die Studierenden in der Regel gut darin sind, ihren eigenen Wert im Kontext ihres Marktes zu beurteilen, weichen einige Länder hiervon ab. So erwarten angehende Ingenieure in Panama und Chile gemessen an den dortigen Lebenshaltungskosten eine ausgesprochen hohe Bezahlung. Im Gegenteil dazu scheinen Wirtschaftsstudierende in einigen osteuropäischen Ländern sowie in Ghana, Vietnam und Spanien im Vergleich zu ihren Ausgaben relativ niedrige Gehälter zu akzeptieren.

Geschlechtsspezifische Gehaltsunterschiede

Mit wenigen Ausnahmen, verlangen und erhalten männliche Studierende rund um den Globus ein höheres Gehalt als ihre Kommilitoninnen. Die geringeren Gehaltserwartungen der jungen Frauen tragen nicht dazu bei, den Gehaltsunterschied zwischen den Geschlechtern zu verringern – ganz im Gegenteil. Die Gründe für die anhaltenden Gehaltsunterschiede sind vielfältig. Einer von ihnen ist sicherlich, dass Frauen und Männer nach wie vor unterschiedliche Berufe und Branchen bevorzugen und dort in der Folge ein Überangebot von Vertretern des einen oder anderen Geschlechts herrscht.

Weiblichen Nachwuchskräften, die in Berufe und Branchen einsteigen, in denen es nur wenige andere Frauen gibt, fehlt schlichtweg das Vorbild und der Vergleich, was sie dort verdienen könnten. Vielerorts wird ein Großteil der Führungspositionen von Männern besetzt – und die männlichen Studierenden erwarten, dass sie künftig diese Rolle einnehmen werden. Das lässt sich am Beispiel Deutschland zeigen: Hier schätzen insbesondere männliche Wirtschaftsstudierende ihren Wert am Arbeitsmarkt deutlich höher ein, als er tatsächlich ist. Im Bereich Ingenieurwissenschaften entsprechen die Erwartungen der männlichen Studierenden weitgehend dem tatsächlichen Einstiegsgehalt. Im Gegensatz dazu schätzen die Studentinnen aus diesem Fachbereich ihren Marktwert deutlich zu gering ein.

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Weitere Informationen zur Studie „Global Cost of Talent“: www.universumglobal.com/costoftalent16