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Wie funktioniert Employer Branding in Social Media am besten?

Auf den Universum Awards 2018 in Berlin erklärte Tobias Loder-Neuhold von Universum, worauf es beim Employer Branding in Social Media ankommt – hier können Sie seine wichtigsten Tipps nachlesen.

Eines stellte der Digital Communications Strategist direkt zu Beginn klar: „Das Gerücht, Facebook hätte seinen Zenit bereits überschritten, ist falsch!“ In den vergangenen Jahren sei die Anzahl der Nutzer angestiegen und übertreffe inzwischen die Einwohnerzahl von China und Indien. Mit dem Kauf von Instagram habe Facebook seine Vormachtstellung in der sozialen Medienwelt weiter gefestigt.

Instagram, LinkedIn, Snapchat, … Was eignet sich wofür?

Im Folgenden erläuterte Tobias, welche Rolle die verschiedenen sozialen Netzwerke für das Employer Branding spielen:

  • Mit über 34 Milliarden geteilter Fotos sei Instagram heute eine der größten Galerien der Welt. Fast die Hälfte aller Marken verwendeten diese Plattform. Arbeitgebermarken seien dort besonders erfolgreich, wenn sie sich menschlich geben.
  • Auf LinkedIn seien dagegen konkrete Berufswünsche und Jobangebote die optimalen Kommunikationsinhalte.
  • Snapchat habe nach dem letzten Update an Attraktivität für das Employer Branding verloren. Es sei heute vor allem ein spaßiger Messenger.
  • Twitter sei sehr stark von Persönlichkeiten und Celebrities getrieben. Ein großer Nachteil sei der Algorithmus des Newsfeeds, der auf Chronologie basiert. Um gesehen zu werden, brauche es massenhafte Mengen an Nachrichten.
  • Youtube decke die bewegte Seite einer Arbeitgebermarke ab. Jede Minute würden dreihundert Stunden an Material hochgeladen – gerade deshalb spielten Qualität und externe Verbreitung eine wichtige Rolle. Interessant sei die Playlist-Funktion die eine Kategorisierung und Strukturierung von Inhalten erlaubt.
  • Facebook sei mittlerweile größer als das Internet – und dank Messenger oder Marketplace weit mehr als nur eine soziale Medienplattform. Allerdings erreiche man dort mit rein organischen Posts nur bis zu 6,5 Prozent seiner eigenen Follower. Es sei also sehr zu empfehlen, etwas Budget zu investieren.

 

Heißt das, man muss alle sozialen Netzwerke bedienen?

Auch dazu vertrat Tobias eine klare Meinung: „Fokussieren Sie in Social Media auf den Kanal, der Ihnen am meisten bringt! Für Arbeitgebermarken ist dies meistens Facebook. Die Plattform bietet höchst professionelle Möglichkeiten, Talente zu erreichen.“

Welche Tipps gibt’s für die Strategie in Social Media?

Große, lineare Marketingstrategien gehörten in Zeiten von Social Media der Vergangenheit an. Stattdessen bedürfe es datenbasierter und iterativer Mikro-Strategien. Der Weg sei quasi das Ziel. Die folgenden drei Säulen seien ein Muss für die Strategieentwicklung von Employer-Branding-Kommunikation:

  1. Daten: „Ohne Daten ist eine Employer Brand nur eine Meinung! Lernen Sie Ihre Zielgruppe kennen, deren Bedürfnisse und ihr Kommunikationsverhalten. Bauen Sie Strategien auf Fakten und nicht auf Meinungen oder Vermutungen. Betreiben sie Recherche, erheben Sie Daten selbst oder investieren Sie in Research.“
  2. Menschlichkeit: „Wie der Name sagt, basieren Soziale Medien auf der Interaktion von Menschen. Ihr Unternehmen beruht zu großen Teilen auf Ihren Mitarbeitenden. Stellen Sie diese an erste Stelle; sprechen Sie ihre Sprache; lassen Sie sie zu Wort kommen.“
  3. Planung: „Effektivität und Kohärenz erreichen Sie durch eine gute Planung. Setzen Sie sich Ziele; definieren Sie Zielgruppen und Kanäle; betreiben Sie Tests, und scheuen Sie sich nicht, Dinge, die nicht funktionieren, zu ändern.“

 

Die wichtigsten To-dos Schritt für Schritt

Tobias nannte die wichtigsten Hausaufgaben für erfolgreiches Employer Branding in Social Media:

Strategie

  • Entwickeln Sie eine EVP
  • Legen Sie langfristige und kurzfristige Ziele fest
  • Verstehen Sie die Wünsche der Talente und werden Sie sich bewusst, was Ihr Unternehmen ihnen anbieten kann
  • Unterscheiden Sie sich von der Konkurrenz
  • Schaffen Sie einen Rahmen für Ihre Botschaften und Ihr visuelles Auftreten

 

Inhaltsplanung

  • Entwickeln Sie Verständnis, wie ihre Zielgruppe kommuniziert
  • Identifizieren Sie Ihre Stärken
  • Entscheiden Sie sich für konkrete Inhalte
  • Entwickeln Sie Themen und Kampagnen
  • Wählen Sie Ihre Kommunikationskanäle

 

Inhaltserstellung

  • Investieren Sie in gute Stories
  • Nehmen Sie sich Zeit für die Auswahl von Botschaftern
  • Setzen Sie auf Vielfältigkeit
  • Wechseln Sie die Perspektiven
  • Bleiben Sie einheitlich in Ihrem Ton
  • Machen Sie Ihre Mitarbeitenden zu Botschaftern

 

Distribution

  • Fokussieren Sie sich auf jenen Kanal, den Sie meistern
  • Investieren Sie Budget, um die Verbreitung der Inhalte zu erhöhen
  • Stimmen Sie die Publikation über alle Medien ab
  • Setzen Sie auf segmentiertes Targeting

 

Tracking

Messen Sie …

  • Reichweite
  • Impressions (Aufrufe der Werbeanzeige)
  • Frequenz (Durchschnitt, wie oft eine Person den Inhalt gesehen hat)
  • Click Through Rate (Anteil an Klicks an der Gesamtzahl an Impressionen)

 

Zum Schluss gab Tobias seinem Publikum noch eine kleine Zusammenfassung mit auf den Weg:

  1. „Planen für die Zukunft. Verstehen Sie Ihre Talente, deren Bedürfnisse und die Richtung Ihrer Organisation.
  2. Bauen Sie auf DATEN. Stellen Sie sicher, dass Ihre Kommunikation auf Daten und nicht auf Bauchgefühl basiert.
  3. Soziale Medien Integration. Verwenden Sie Kanäle, die Sie meistern und die strategisch sinnvoll sind.
  4. Investieren Sie Budget. Sei es intern oder extern, bleiben Sie auf Kurs.
  5. Setzen Sie auf ausgezeichnete Inhalte. Massen von Inhalten sind verfügbar, setzen Sie auf Ehrlichkeit und das, was Sie auszeichnet.
  6. Dare to be different. Viele Arbeitgeber setzen auf dieselben Inhalte. Trauen Sie sich, anders zu sein.
  7. Erzählen Sie die Geschichten Ihrer Mitarbeitenden. Soziale Medien handeln von Menschen und nicht von Marken. Seien sie glaubwürdig.
  8. Beachten Sie Kanal und State of Mind. Es braucht nicht hunderte Geschichten. Erzählen Sie auf unterschiedliche Weise.
  9. Seien Sie agil. Digitales Marketing macht es möglich, schnell zu reagieren. Halten Sie nicht an Dingen fest, die keine Resultate bringen.
  10. Bilden Sie sich weiter. Es gibt nicht die ultimative Lösung. Lernen Sie von Ihren Erfolgen und Fehlern. Streben Sie immer Verbesserung an!“

 

 

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