Universum ist führend in der Entwicklung von Arbeitgebermarken auf Basis breiter Marktforschung. Mit über 25 Jahren Erfahrung und Niederlassungen auf der ganzen Welt unterstützen wir multinationale Unternehmen, Talente zu finden und für sich zu gewinnen. Wir helfen ihnen, bessere Arbeitskräfte zu bekommen – ganz einfach.

Potenzial der Employer Value Proposition teilweise ungenutzt

Das ist weiteres Ergebnis der Studie „Employer Branding Now“ von Universum: Die Employer Value Proposition (EVP) gewinnt zwar an Bedeutung, Unternehmen schöpfen das Potenzial jedoch nicht immer voll aus. In 83 Prozent der Unternehmen, die bereits mit einer Employer Value Proposition arbeiten, ist diese zwar eng mit der zentralen Vision und Mission verknüpft. 72 Prozent geben an, dass sie an die Unternehmenswerte gebunden ist. Weniger gängig ist allerdings die Verbindung mit dem Kerngeschäft (60 Prozent) und der Unternehmensmarke (59 Prozent).

Dennoch sprechen die Daten der Studie dafür, dass EVP und Kerngeschäft stärker aufeinander abgestimmt sind. Das ist eine aktuelle signifikante, positive Entwicklung. Noch vor einigen Jahren wurde Employer Branding eher als isoliertes Recruiting-Tool betrachtet und nicht als Teil der Geschäftstätigkeiten.

Interessant ist in diesem Zusammenhang auch, dass die meisten Unternehmen, die momentan noch keine EVP haben, deren Implementierung für die nächsten 24 Monate planen. Gefragt nach den Bestandteilen einer  EVP zeigt sich, dass die viel beschworene Rolle der Differenzierungsfaktoren mit 36 Prozent in großen und mittleren sowie 34 Prozent in kleinen Unternehmen noch ausbaufähig ist.

Allgemeiner Konsens bezüglich Definition von „Employer Brand“

Weitgehend einig sind sich die befragten HR-Professionals, was genau unter dem Begriff „Employer Brand“ zu verstehen ist: Demnach bezeichnet der Begriff die öffentliche Wahrnehmung der Marke als Arbeitgeber. Sie grenzt sich damit klar vom Bild der Organisation als Unternehmen beziehungsweise Anbieter von Produkten und Dienstleistungen ab. Am größten ist die Zustimmung zu dieser Definition unter Recruiting Managern und leitenden Angestellten bzw. Führungskräften (Talent Executives) in großen Unternehmen: 90 Prozent von ihnen stimmen der Definition zu. Im Senior Management zeigt sich mit zwei Dritteln die geringste Zustimmung. Die Unterstützung der Senior-Führungskräfte ist allerdings enorm wichtig, um einen wirklichen Wandel in der Organisation zu bewirken. Vor diesem Hintergrund, scheinen Senior-Führungskräfte eine interne Zielgruppe zu sein, die es zu adressieren und zu „aktivieren“ gilt.

Arbeitgebermarke weiterhin wenig gesteuert

In der Studie wurden Führungskräfte auch danach befragt, ob sie Richtlinien zur konsistenten Umsetzung von EVP und Employer Brand nutzen. Die Antworten zeigen, dass solche Guidelines nur selten eingesetzt werden, viel weniger als beispielsweise Unternehmensrichtlinien.

Eine Steuerung der Arbeitgebermarke wird allerdings vor allem mit zunehmender Präsenz im Online-Umfeld immer wichtiger: So können Unternehmen ein konsistentes Auftreten gewährleisten und Risiken minimieren. Aufgrund der Verbreitung der Inhalte in Echtzeit bzw. nahezu Echtzeit ist das Managen der Arbeitgerbermarkenidentität online besonders heikel: Lange Planungszeiten oder eine detaillierte Übersicht fehlen.

Strategien zur Personalplanung stecken noch in den Kinderschuhen

Obwohl Personalplanung in den letzten fünf Jahren bereits ein viel diskutiertes Thema ist, tun sich Unternehmen schwer mit der Umsetzung. Das trifft vor allem auf kleine Unternehmen zu. Nur ein Viertel der Unternehmen bezeichnet die eigenen Bemühungen im Bereich Personalplanung als „fortgeschritten“. Je mehr Software-Unternehmen leichter zu bedienende Lösungen in diesem Umfeld entwickeln, werden sich diese Zahlen vermutlich erhöhen.

Auf den richtigen Mix kommt es an

Die Daten der Studie „Employer Branding Now“ sprechen dafür, dass Unternehmen die Bedeutung von Employer Branding zunehmend erkennen.  Mit einer schlagkräftigen Kombination aus  Personalmarketing, Talentemanagement und HR-Analysen können Unternehmen Talente finden und binden – und so ihre Wettbewerbsfähigkeit sichern. Ohne den richtigen Mix können selbst erfolgreiche Marken Schwierigkeiten bekommen, das Interesse gut qualifizierter Kandidaten zu gewinnen.

Für die Studie „Employer Branding Now“ wurden weltweit um die 2500 Employer Branding Professionals verschiedener Organisationen befragt, einschließlich 100 der Fortune-500-Unternehmen. Darunter waren CEOs, HR- und Recruiting-Leiter sowie andere Professionals. Die Ergebnisse sind im E-Book „Employer Branding Now – A definitiv guide to the state of global employer brand management in 2016“ zusammengefasst. Sie möchten mehr über die Ergebnisse der weltweiten Befragung von HR-Professionals wissen? Laden Sie das E-Book herunter und nutzen Sie die Ergebnisse und konkreten Empfehlungen zum Stärken ihrer Arbeitgebermarke.