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Angehende Wirtschaftswissenschaftler haben meiste Auslandserfahrung

Eine gängige Empfehlung an Studierende lautet, theoretisches Wissen um praktische Erfahrung zu ergänzen. Inwiefern gehen die zukünftigen Akademiker dieser Empfehlung nach? Gibt es Unterschiede zwischen den einzelnen Fachbereichen? Die Daten der Student Survey 2016 von Universum geben Auskunft darüber.

Praktische Erfahrungen umfassen im Rahmen der Student Survey eine relativ große Bandbreite an Tätigkeiten, unter anderem:

  • Praktika und Ausbildungen im Heimatland sowie im Ausland
  • Sommerjobs im Heimatland und Ausland
  • Auslandsreisen
  • Militär- und Freiwilligendienst
  • Teilzeitberufe innerhalb und außerhalb des Studienbereichs
  • Auslandsstudium
  • Tutoren- bzw. Gruppenleitertätigkeiten
  • Start-up

Von den verschiedenen Möglichkeiten, praktische (Arbeits-)Erfahrung zu sammeln, werden Praktika und Ausbildungen im Heimatland von deutschen Studierenden allgemein am meisten genutzt. An zweiter Stelle stehen Sommerjobs im Heimatland gefolgt von Auslandsreisen. Auch Teilzeitjobs inner- und außerhalb des Studienbereichs sind sehr beliebt.

Ingenieure starten mit der meisten Erfahrung

Die Daten zeigen, dass es große Unterschiede zwischen den einzelnen Fachbereichen gibt. So starten beispielweise angehende Ingenieure im Vergleich zu den anderen Studierenden mit der meisten Erfahrung ins Berufsleben: 73 Prozent von ihnen haben ein Praktikum oder eine Ausbildung im Heimatland absolviert. Das trifft auf 69 Prozent der zukünftigen Wirtschaftswissenschaftler zu – sie sind also ähnlich stark um praktische Erfahrung bemüht. Etwas weniger groß ist der Anteil dagegen bei den angehenden Naturwissenschaftlern (60 Prozent) und bei den Studierenden der IT/Informatik (56 Prozent).

Bei Studierenden aller Fachbereiche ähnlich stark beliebt sind Sommerjobs: Zwischen 31 und 41 Prozent der Studierenden nehmen solche an. Und auch hier markieren die angehenden Ingenieure die obere Grenze. Auslandreisen sind dagegen vor allem bei den Wirtschaftswissenschaftlern beliebt: 56 Prozent zieht es in andere Länder. Etwas weniger reiselustig scheinen die Naturwissenschaftler mit 48 Prozent. Sie haben damit die Nase vorn vor den Ingenieuren (46 Prozent) und den Studierenden der IT/Informatik mit 37 Prozent.

Unter letzteren sind eher die Teilzeitberufe gängig: Mit 47 Prozent tritt fast jeder zweite zukünftige ITler mit Teilzeitberufserfahrung innerhalb des Studienbereiches ins Berufsleben. Das trifft nur auf 27 Prozent der Naturwissenschaftler zu. Zwischen beiden liegen die Wirtschaftswissenschaftler mit 36 und die Ingenieure mit 35 Prozent. Weniger groß sind die Unterschiede hinsichtlich Teilzeitberufen außerhalb des Studienbereichs: Ungefähr ein Drittel der Studierenden aller Fachbereiche verfügt über entsprechende Erfahrung.

Auslandsstudium unter Wirtschaftswissenschaftlern besonders beliebt

Wirtschaftswissenschaftler zieht es auch zum Studieren und Arbeiten mehr als andere Studierende ins Ausland: 29 Prozent von ihnen können ein Auslandsstudium vorweisen. Das sind fast doppelt so viele wie in den anderen Studienbereichen: Bei den Ingenieuren beträgt der Anteil 15 Prozent, bei den Naturwissenschaftlern 14 und bei den ITlern 13 Prozent. Auch bei Praktika bzw. Ausbildungen im Ausland liegen die Wirtschaftswissenschaftler mit 22 Prozent vorn. Es folgen die Ingenieure mit 16 Prozent, die Naturwissenschaftler mit 15 und die ITler mit 11 Prozent.

Der Anteil derjenigen, die während ihres Studiums bereits mit einem eigenen Start-up Erfahrung sammeln ist unter deutschen Studierenden generell gering. Das ist allerdings nicht wirklich überraschend, da der Anteil der Entrepreneure generell eher gering ist, wie im Blogbeitrag über die verschiedenen Karriereprofile beschrieben. Die im Vergleich meisten Entrepreneure finden sich unter den Studierenden der IT/Informatik – und diese verfügen mit 7 Prozent auch über die meiste Erfahrung aus einem eigenen Start-up. Das sind mehr als doppelt so viele wie die Wirtschaftswissenschaftler und Ingenieure (3 Prozent) und mehr als dreimal so viele wie die Naturwissenschaftler (2 Prozent).

Studierende sind um praktische Erfahrungen bemüht

Die Ergebnisse zeigen, dass deutsche Studierende durchaus bemüht sind, praktische Erfahrungen neben ihrem Studium zu sammeln. Allerdings gibt es zwischen den einzelnen Studienbereichen durchaus Unterschiede. Die Ergebnisse bieten Unternehmen wertvolle Hinweise, welche Art von Erfahrung sie in den einzelnen Studienbereichen verstärkt finden. Insbesondere in Kombination mit den verschiedenen Karriereprofilen stehen somit weitere datenbasierte Grundlagen zum Aufbau gezielter HR- und Recrutingstrategien zur Verfügung.

Ergebnisse der Universum Student Survey 2016 als Snapshot-Präsentation

Fordern Sie einen detaillierten Einblick in die Ergebnisse der Student Survey 2016 von Universum als Snapshot-Präsentation an – und optimieren Sie damit Ihre Employer-Branding-Strategie.

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