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Employer Branding digital, Teil 2: Wie Arbeitgeber Facebook erfolgreich nutzen

Facebook ist nach wie vor ein immens wichtiges Medium für Employer Branding. Doch für Arbeitgeber ist es schwieriger geworden, über Facebook potentielle neue Mitarbeiter zu erreichen, wie James Barraclough in Teil 1 unseres Interviews berichtet hat. Im zweiten Teil erklärt der Employer Branding Strategist, wie sich Facebook heute besonders gewinnbringend nutzen lässt.

Employer Branding Today: Wie könnte eine neue Employer-Branding-Strategie auf Facebook aussehen?

James Barraclough: Zunächst gilt es, die eigenen Ziele zu definieren. Was will man erreichen? Wobei soll Social Media mich unterstützen? Die Ziele sollten sich nicht auf Klickzahlen oder Likes beschränken, sondern auf die übergreifenden Employer-Branding-Ziele einzahlen. Im nächsten Schritt gilt es, eine Strategie zu entwickeln, um diese Ziele zu erreichen – unter Berücksichtigung von Best Practices, der digitalen Landschaft und der eigenen aktuellen Aktivitäten. Der beste Weg um herauszufinden, wie sich die größtmögliche Relevanz erzielen lässt, ist üblicherweise das Testen von Inhalts- und Zielgruppenvarianten. Meist rät Universum, sich auf einige wenige Social-Media-Kanäle zu fokussieren, statt in allen Kanälen mitzuspielen, dort aber keinen so guten Job abzuliefern. Der Fokus bei der Nutzung dieser Kanäle sollte immer sein, auf die eigenen Ziele hinzuarbeiten – und den „Kunden“ im Kopf zu behalten. Man muss Talenten, mit denen man kommunizieren möchte, einen gewisse Form von Mehrwert bieten. Unternehmensseiten sind meist nicht effektiv, wenn es um Employer Branding geht, weil über sie oft Inhalte verbreitet wurden, die für die Talent-Zielgruppe nicht relevant waren. Daher braucht es ein Portal, das Employer Branding und interessanten Karrierethemen gewidmet ist. Wie solche Inhalte konkret aussehen, hängt sehr stark von der individuellen Situation ab. Sie sollten allerdings Talente mit verschieden ausgeprägter Kenntnis des Unternehmens und verschieden starkem Interesse an ihm ansprechen, um das größtmögliche relevante Publikum zu erreichen.

Employer Branding Today: Warum ist es wichtig, sich mit Daten zu beschäftigen?

James Barraclough: Die Kenntnis und vor allem die Nutzung von Daten ist unglaublich wichtig. Das Schlagwort „Big Data“ hat heute Hochkonjunktur – aber durchaus mit Berechtigung. Eine Vielzahl von Verhaltensdaten, die durch soziale Medien, speziell Facebook, zugänglich und nutzbar gemacht werden, geben Arbeitgebern Informationen, wann, wo, wie und wen sie erreichen können. Wenn man weiß, was Talente lesen möchten, wenn es um ihre Karriere geht, verbessert das die komplette Kommunikationsstrategie. Dann kommt es nur noch darauf an sicherzustellen, dass die Geschichten, die man erzählen möchte, auf ihre Gewohnheiten und ihr Nutzerverhalten zugeschnitten sind. Der andere Grund dafür, dass es so wichtig ist, sich mit Daten auseinanderzusetzen, ist der „Return on Investment“. Soziale Medien liefern in Echtzeit wichtige Kennzahlen, die zeigen, ob die Zielgruppenansprache wirklich erfolgreich ist. Im Gegensatz zu traditionellen Medien, liefern digitale Kanäle großartige Einblicke in die tatsächliche Reichweite und Wirkung von Kommunikationsmaßnahmen, die man nutzen kann, um die eigene Strategie „im laufenden Betrieb“ feinzujustieren.

Employer Branding Today: Welche Art von Botschaften sind am ansprechendsten?

James Barraclough: Sprechen Sie über Themen, die für Ihre Zielgruppe relevant sind! Welche das sind, zeigen die Daten. Universum hat außerdem herausgefunden, dass solche Inhalte die größte Wirkung erzielen, in denen es um Menschen geht und die persönlich sind. Sprechen Sie nicht aus der Markenperspektive über Unternehmensthemen, sondern lassen Sie Ihre echten Mitarbeiter großartige Geschichten über die Arbeitsumgebung, Technologien und Möglichkeiten erzählen. Es gibt unzählige Möglichkeiten, Werbebotschaften auffällig und teuer erscheinen zu lassen, was definitiv helfen kann, aber Universum erzielt mit vielen seiner Kunden auch ohne solch großen Aufwand beachtliche Erfolge. Alles, was wir tun, ist datenbasiert, zielgerichtet und stellt Menschen in den Mittelpunkt. Das ist, was funktioniert.

Employer Branding Today: Was lässt sich mit Facebook erreichen?

James Barraclough: Es liegt auf der Hand, dass Employer-Branding-Inhalte kaum die virale Wirkung von Katzenvideos, politischen Skandalen oder Sportclips erzielen werden. Aber das ist ok! Mir ist ohnehin kein einziger Arbeitgeber bekannt, der auf einen Schlag eine Million neue Bewerber benötigen würde. Auch diese Frage hängt stark vom individuellen Fall ab, denn größere, spannendere Verbrauchermarken können leichte Vorteile in Bezug auf den Wirkungsgrad haben. Außerdem kann es anfangs für Firmen, die bei Null starten, ein steiniger Weg sein, Bekanntheit aufzubauen und Reaktionen auf ihre Inhalte zu erhalten. Aber indem wir Werbung nutzen, um starke Inhalte zu verbreiten, sind wir in der Lage, eine ungeheure Reichweite innerhalb der Zielgruppen jedweder Größe zu erzielen – und „Engagement“-Raten, die höher liegen als der weltweite Durchschnitt auf Facebook.

Employer Branding Today: Vielen Dank für das Interview, James!

Sie wollen mehr darüber erfahren, wie Sie Facebook bestmöglich für Ihr Employer Branding nutzen? Sprechen Sie uns gerne an!