Universum ist führend in der Entwicklung von Arbeitgebermarken auf Basis breiter Marktforschung. Mit über 25 Jahren Erfahrung und Niederlassungen auf der ganzen Welt unterstützen wir multinationale Unternehmen, Talente zu finden und für sich zu gewinnen. Wir helfen ihnen, bessere Arbeitskräfte zu bekommen – ganz einfach.

Fokus Finanzsektor: Mehr Talente fürs Geld

Banken und Versicherungen brauchen neue Talente – aber wo lassen sie sich finden?

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Vom mobilen Banking über Online-Bezahlmöglichkeiten bis hin zu neuen ATM-Technologien – insbesondere in Bezug auf die Interaktion mit seinen Kunden erlebt der Finanzsektor zurzeit einen Paradigmenwechsel. Das bietet ein spannendes Arbeitsfeld, insbesondere für technologieaffine, kreative Talente. Doch die steigende Nachfrage nach Experten für Risikomanagement, Cybersecurity, Regulatory Compliance, digitale Medien oder User Experience bedeutet auch, dass sich der Personalbedarf der Banken und Versicherungen in nur wenigen Jahren stark verändert hat. American Express gelang es, Nik Sathe von seinem Spitzenjob bei Google Wallet wegzulocken und als Chief Technology Officer zu rekrutieren – doch das ist eine der wenigen Ausnahmen. Tatsächlich fällt es sehr vielen Kreditinstituten ausgesprochen schwer, ihre neuen Zielgruppen für sich zu begeistern.

Heimische Banken verlieren weiter an Beliebtheit

Die „Student Survey 2015“, für die Universum knapp 35.000 Studierende in Deutschland befragt hat, zeigt, dass es den Kreditinstituten gerade auch in Deutschland derzeit nicht gelingt, ihre Beliebtheit bei den Studierenden zu steigern. Seit einigen Jahren sind Banken und Versicherungen im Ranking der attraktivsten Arbeitgeber im Abwärtstrend – und können ihn bislang nicht stoppen. Die Deutsche Bank, in der aktuellen Umfrage auf Platz 21, muss gegenüber dem Vorjahr fünf Positionen abgeben, ebenso wie die Sparkassen-Finanzgruppe auf Platz 54. Die Commerzbank verliert sechs Positionen und liegt nunmehr auf Platz 66. Demgegenüber gewinnen jedoch internationale Investmentbanken an Ansehen: Goldman Sachs auf Platz 29 legt um sieben Positionen zu, J.P. Morgan auf Platz 43 um zwölf Positionen.

Work-Life-Balance und ein sicherer, beständiger Job sind die wichtigsten Karriereziele

In seiner aktuellen „Talent Insight“-Reihe hat Universum untersucht, welche Karriereziele Studierende verfolgen, die sich für den Finanzsektor interessieren, und mit welchen Eigenschaften Arbeitgeber bei ihnen punkten können – hierfür wurden Befragungsergebnisse von rund 22.000 Studierenden aus 17 Ländern zurate gezogen. Wichtigstes Karriereziel ist demnach auch für diese Studierenden, eine ausgewogene Work-Life-Balance zu haben. Auf Platz zwei liegt der Wunsch nach Sicherheit und Beständigkeit im Job. Hierzulande gibt es jedoch eine Besonderheit: Während weltweit 45 Prozent aller am Finanzsektor interessierten Studenten Wert auf ein sicheres und beständiges Arbeitsverhältnis legen, sind es in Deutschland gerade einmal 34 Prozent – ein Ergebnis, das umso mehr erstaunt, wenn man bedenkt, dass sich in Deutschland über alle Fachbereiche hinweg 48 Prozent aller Studierenden für dieses Karriereziel aussprechen.

Unternehmerisch und kreativ? Nichts für angehende Banker

Sehr interessant ist auch der Blick auf das Karriereziel, unternehmerisch oder kreativ/innovativ zu sein: Hierfür interessiert sich gerade einmal jeder vierte Student, der im Finanzsektor arbeiten möchte. Dies ist deutlich weniger als der allgemeine Durchschnitt aller Studierenden – dabei ist es gerade kreatives und unternehmerisches Denken, wonach viele Kreditinstitute heute suchen. Bei der Auswahl ihres künftigen Arbeitgebers legen Studierende mit Interesse am Finanzsektor besonders großen Wert auf ein hohes zukünftiges Gehalt und die Finanzkraft des Unternehmens, doch angesichts der Tatsache, dass es nicht ausreichen wird, neue Mitarbeiter innerhalb dieser Zielgruppe zu rekrutieren, müssen sich die Kreditinstitute bewusst machen, dass anderen Studierenden Aspekte wie Innovation und Kreativität sehr viel wichtiger sind, als sie es von den Studierenden, die sich ohnehin für den Finanzsektor interessieren, gewohnt sind.

Das macht es erforderlich, unterschiedliche Employer-Branding-Programme aufzusetzen, die auf die verschiedenen Zielgruppen zugeschnitten sind. So zeigen unsere Studien auch, dass gerade die begehrten technikaffinen Studierenden sehr viel weniger Wert darauf legen, eine Führungsposition einzunehmen, als ihre Kommilitonen, die bereits Interesse am Finanzsektor haben. Locken kann man sie dagegen damit, technischer oder fachlicher Experte zu werden: Dieses Karriereziel ist bei technikaffinen Studierenden doppelt so häufig anzutreffen wie bei solchen, die sich eine Karriere bei einer Bank oder Versicherung wünschen.

Alle Zahlen und Details finden Sie im eBook „Talent attraction in the banking industry“, das kürzlich als Teil unserer „Talent Insight“-Reihe erschienen ist. In dieser Reihe zeigen wir, was sich Studierende rund um den Globus von bestimmten Branchen wünschen – und wie Unternehmen diese Erkenntnisse für sich nutzen können, um die richtigen Talente für sich zu gewinnen: http://bit.ly/TISeries