Universum ist führend in der Entwicklung von Arbeitgebermarken auf Basis breiter Marktforschung. Mit über 25 Jahren Erfahrung und Niederlassungen auf der ganzen Welt unterstützen wir multinationale Unternehmen, Talente zu finden und für sich zu gewinnen. Wir helfen ihnen, bessere Arbeitskräfte zu bekommen – ganz einfach.

Fokus FMCG-Branche: Wie gewinnt man MINT-Absolventen?

Business as usual? Gibt es in der FMCG-Branche nicht. Regionale Anbieter machen den großen internationalen Marken Druck. Wo früher Preis, Marktdurchdringung und Markentreue entschieden, sind heute Innovationen gefragt. Neue Liefermodelle und Technologien mischen die Branche auf – von Abos für Beauty-Produkte oder Gourmet-Lebensmittel bis hin zur Bestellung per Sprachbefehl via „Amazon Echo“. Zudem investiert der typische Millennial, der jetzt seinen Haushalt gründet, lieber in Erlebnisse als in materielle Güter. Und achtet wie auch die übrigen Verbraucher zunehmend darauf, ob Waren ökologisch und ethisch korrekt sind.

Wer in diesem Markt Schritt halten will, muss eine neue Generation kluger Köpfe für sich gewinnen. Ganz besonders gefragt sind dabei Absolventen der MINT- oder STEM-Fächer – also der Ingenieurwissenschaften, IT/Informatik und Naturwissenschaften. Welche Kriterien spielen für sie bei der Wahl des Arbeitgebers die größte Rolle? Um das herauszufinden, hat Universum seine weltweiten Befragungen zurate gezogen und die Angaben derjenigen Studierenden gesondert ausgewertet, die sich für die FMCG- und Retail-Branche interessieren und sie als eine ihrer drei bevorzugten Branchen bezeichnen.

Attraktive Produkte und Dienstleistungen überzeugen.

In Deutschland achten Studierende der MINT-Fächer, die Interesse an einem Einstieg in der FMCG-Branche haben, ganz besonders darauf, ob ein Unternehmen attraktive Produkte und Dienstleistungen anbietet: 58 Prozent der Befragten finden dies besonders wichtig, während es im internationalen Vergleich nur 45 Prozent sind. Innovationen können fast jeden Zweiten begeistern. Der Vergleich mit Studierenden, die andere Branchen bevorzugen, zeigt allerdings, dass deren Interesse an Innovationen noch stärker ausgeprägt ist. FMCG-Unternehmen sollte das aufhorchen lassen, geht es ihnen doch gerade darum, neue Mitarbeiter zu finden, die sich für Innovationen begeistern.

Auf die Führungskräfte kommt es an!

Bemerkenswert ist auch, dass die an der FMCG-Branche interessierten MINT-Studenten größeren Wert auf ein inspirierendes Management legen als ihre Kommilitonen. Dass den Führungskräften eine Schlüsselrolle zukommt, wenn es darum geht, Absolventen der MINT-Fächer für das Unternehmen zu begeistern, zeigt auch ein anderer Befund: 45 Prozent der Befragten achten darauf, ob es Führungskräfte gibt, die ihre Entwicklung fördern. Aus dem Bereich „Mensch und Kultur“ gibt es nur eines, was noch wichtiger ist: ein freundliches Arbeitsumfeld.

Was die konkreten Jobeigenschaften betrifft, steht vor allem eine große Aufgabenvielfalt hoch im Kurs: Fast jeder Zweite sprach sich hierfür aus. Punkten können Arbeitgeber auch mit attraktiven Weiterbildungsmöglichkeiten, die 44 Prozent der Befragten besonders interessieren. Ob der Job herausfordernd ist und ob es dabei teamorientiert zugeht, spielt dagegen nur für jeden Vierten eine Rolle.

Geld regiert die Welt?

In Deutschland macht ein attraktives Grundgehalt ganz besonders viel Eindruck: Hierzulande bezeichneten dies fast zwei Drittel der Befragten als besonders attraktive Eigenschaft eines Arbeitgebers, während es im internationalen Vergleich nur etwa jeder Dritte war. Darauf, ob ihnen das Unternehmen als gute Referenz für die Zukunft dienen kann, legt dagegen in Deutschland nur gut jeder vierte Studienteilnehmer wert. Für FMCG-Unternehmen bedeutet das: Ein starker Name allein reicht nicht, um Studierende aus den MINT-Fächern zu begeistern! Auch unbekanntere Unternehmen müssen als ernsthafte Konkurrenz wahrgenommen werden.

Führungskräftenachwuchs? Kein Problem!

Um potentiellen Führungsnachwuchs aus den MINT-Fächern scheinen sich FMCG-Unternehmen hierzulande dagegen wenig Sorgen machen zu müssen – vorausgesetzt, es gelingt ihnen generell, diese Zielgruppe zu überzeugen. Fast jeder Zweite, der Interesse an der Branche hat, legt Wert auf die Möglichkeit, Führungsaufgaben zu übernehmen. Ebenso viele geben als eines ihrer langfristigen Karriereziele an, Führungskraft zu werden. Einerseits ist das erfreulich, andererseits birgt es aber auch eine Gefahr. Denn können Arbeitgeber nicht die erhofften Führungsmöglichkeiten bieten, könnten die so stark umworbenen MINT-Absolventen schnell wieder zu neuen Ufern aufbrechen.

Lesen Sie hierzu auch unser kostenloses eBook „No more business as usual: Why the FMCG industry must strive for STEM talent“!
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