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Gedämpfte Erwartungen: Frauen rechnen von vorneherein mit weniger Lohn

Global-Cost-of-Talent-Index-InfographicEs ist ein allgemein bekanntes Phänomen: In Deutschland erhalten Frauen im Durchschnitt 22 Prozent weniger Lohn als Männer, wie das Statistische Bundesamt festgestellt hat. Sollte es zu einer Großen Koalition kommen, wollen Union und SPD die Lohnunterschiede zwischen den Geschlechtern abbauen. Doch die unterschiedlichen Lohnniveaus sind tief in der Gesellschaft verankert: Bereits während des Studiums rechnen Frauen mit einem deutlich geringeren ersten Gehalt als ihre männlichen Kommilitonen. Dies zeigt die aktuelle Student Survey von Universum, an der weltweit über 432.000 Studierende teilnahmen, davon rund 22.700 in Deutschland.

Laut der Studie rechnen weibliche Studierende in den wirtschaftsnahen Fachbereichen mit einem ersten monatlichen Bruttogehalt von etwa 3.056 Euro, während Männer von 3.606 Euro ausgehen. Der erwartete Unterschied beträgt damit etwa 550 Euro, rund 15 Prozent. Das kann einerseits als ein Beleg dafür gewertet werden, dass die Studierenden realistische Gehaltsvorstellungen haben und gut darüber informiert sind, was für sie möglich sein wird. Andererseits lässt es aber auch vermuten, dass Frauen sich oft unter Wert verkaufen, wenn sie zum ersten Mal mit einem Arbeitgeber über Geld sprechen. Böse Überraschungen ersparen sich junge Frauen mit ihrer realistischen Sicht auf die Dinge – große Sprünge aber vermutlich auch. Die Ursachen für die unterschiedlichen Gehaltserwartungen sind zahlreich. Unter anderem spielt es sicherlich auch eine Rolle, dass männliche Studierende im Allgemeinen karriereorientierter sind, während Frauen besonders großen Wert auf Work-Life-Balance legen.

Global Cost of Talent Index: Deutschland auf Platz 5

Mit 3.336 Euro monatlichem Bruttoeinkommen liegen die Erwartungen deutscher Studierender an ihr erstes Gehalt durchaus hoch – im weltweiten Vergleich unter 24 Ländern ist dies Platz 5. Die Rangliste des globalen „Cost of Talent Index“ führen die Schweizer an: Hier müssen Unternehmen weltweit am meisten Geld in die Hand nehmen, um für junge Talente attraktiv zu sein. Auf den Plätzen zwei bis vier folgen Norwegen, Dänemark und Australien. Dass Frauen mit einem geringeren Gehalt rechnen als Männer, ist ein weltweites Phänomen. Die Studie belegt aber auch: Je höher das erwartete Gehalt in einem Land, desto höher fallen auch die Unterschiede zwischen den Geschlechtern aus.

Im Vergleich der Studienrichtungen haben in Deutschland die angehenden Ingenieurinnen und Ingenieure mit 41.832 Euro Jahresgehalt die höchsten Erwartungen. Die größten Gehaltsunterschiede zwischen den Geschlechtern lassen sich bei Naturwissenschaftlern feststellen: Sie liegen bei rund 19 Prozent. Während Männer in dieser Studienrichtung mit einem ersten Jahresgehalt von 42.153 Euro rechnen, erwarten Frauen über 8.000 Euro weniger: 34.022 Euro.

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