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Reden wir über Geld! Die Gehaltserwartungen der Studierenden 2018

Eine ausgewogene Work-Life-Balance oder flexible Arbeitsbedingungen mögen heiß begehrt sein. Doch darüber sollten Arbeitgeber eines nicht vergessen: Ihr bedeutendstes Attraktivitätsmerkmal ist und bleibt das Grundgehalt! Auch für die Generationen Y und Z. Und so möchten wir heute nicht über die Arbeitswelt der Zukunft, sondern über die im Hier und Jetzt sprechen.

Welche Gehaltsvorstellungen haben Studierende? Wie unterschiedlich fallen die Gehaltserwartungen aus – von Frauen und Männern, in Wirtschaftswissenschaften und MINT-Fächern? Wie schneidet Deutschland im europäischen und internationalen Vergleich ab? Auskunft gibt die Studie „The Global Cost of Talent 2018“ von Universum, die auf den Angaben von weit über 500.000 Studierenden aus 39 Ländern basiert.

Deutsche Studierende haben hohe Gehaltserwartungen

Deutsche Studierende der Wirtschaftswissenschaften rechnen mit einem Einstiegsgehalt von gut 45.000 Euro. Bei Studierenden der MINT-Fächer (hier: Ingenieurwesen, IT, Naturwissenschaften) sind es sogar über 46.300 Euro. Beide Werte zählen zu den weltweit höchsten. Nur in der Schweiz, in Dänemark, Norwegen und den USA liegt das erwartete Einstiegsgehalt in den Wirtschaftswissenschaften bzw. den MINT-Fächern noch höher. Die Unterschiede sind allerdings drastisch – und hängen selbstverständlich auch mit den unterschiedlich hohen Lebenshaltungskosten zusammen. So erwarten MINT-Studierende in der Schweiz, die damit weltweit Platz 1 einnehmen, umgerechnet über 66.800 Euro.

 

Frauen rechnen mit niedrigerem Einstiegsgehalt als Männer

In den Wirtschaftswissenschaften erwarten deutsche Studentinnen ein um mehr als 7.000 Euro geringeres Gehalt als ihre männlichen Studienkollegen. Deutschland liegt damit in Sachen Geschlechtergleichheit international im Mittelfeld, weit abgeschlagen hinter Ländern wie Schweden, Irland oder China. Auch europäische Nachbarn wie die Niederlande, Dänemark, Frankreich und Polen schneiden besser ab. Für jeden Euro, den in Deutschland ein Student erwartet, erwartet eine Studentin nur 86 Cent – in Schweden sind es 95 Cent. In den MINT-Fächern zeigt sich ein ähnliches Bild.

 

In Deutschland klafft also nicht nur das „Gender Pay Gap“ sondern auch das „Gender Expectation Gap“ weit auseinander. Ein Zusammenhang ist wahrscheinlich. Fordern junge Frauen in Gehaltsverhandlungen keine höheren Einkommen, wird sich auch die reale Kluft kaum verringern. Es sei denn, die Unternehmen werden selbst aktiv und zahlen Frauen faire Gehälter, auch wenn sie nicht darum gebeten werden. Aus Sicht des Employer Branding wäre es sinnvoll.

Lesen sie hierzu auch unsere Pressemeldung „Universum Student Survey 2018: Frauen rechnen bereits im Studium mit geringerem Einstiegsgehalt“

Den Bericht „The Global Cost of Talent 2018“ können Sie über folgenden Link kostenfrei herunterladen: universumglobal.com/cot2018