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Dem Gender Expectation Gap auf der Spur

Über das Phänomen, dass Studentinnen deutlich geringere Gehaltserwartungen haben als Studenten, haben wir bereits mehrfach berichtet (zuletzt hier). Jetzt schauen wir es uns am Beispiel der Wirtschaftswissenschaften genauer an: In welchen Branchen sind die Unterschiede besonders groß? Verändern sich die Erwartungen im Laufe des Studiums? Welchen Arbeitgebern trauen die Studierenden die beste Bezahlung zu?

Betrachten wir die Gehaltserwartungen der weiblichen und männlichen Bachelor-Studierenden in den Wirtschaftswissenschaften. Besonders stark sind die Unterschiede in den Finanzdienstleistungen: Während die jungen Männer hier mit einem Einstiegsgehalt von gut 52.000 Euro brutto rechnen, sind es bei den Frauen fast 10.000 Euro weniger. Auch in der Luft-, Raumfahrt- und Rüstungsindustrie, im E-Commerce, in der Management- und Strategieberatung oder dem Handel klaffen die Summen, die Frauen und Männer erwarten, weit auseinander.

Grafik: Gehaltserwartungen Frauen versus Männer, Bachelor Wirtschaftswissenschaften

Man könnte sagen: Es sind von Männern dominierte Branchen, in denen der Gender Expectation Gap am deutlichsten zutage tritt. Doch selbst in Branchen, in denen Frauen stark vertreten sind, haben sie durchgehend geringere Erwartungen – ein Beispiel sind die Medien- oder auch die Modebranche.

Je jünger die männlichen Bachelor-Studierenden sind, desto höher ist das Gehalt, von dem sie ausgehen. Bei den Frauen ist es andersherum: Sehr junge Studentinnen rechnen mit weniger Gehalt als ältere. Das lässt vermuten, dass beide Geschlechter ihre Erwartungen im Laufe des Studiums korrigieren – und sich damit ein Stück weit der Realität nähern.

Studentinnen der Wirtschaftswissenschaften, die Goldman Sachs, die Deutsche Bank oder The Boston Consulting Group (BCG) als ideale Arbeitgeber nennen, rechnen mit den höchsten Einstiegsgehältern. Das gleiche gilt für ihre männlichen Studienkollegen, die Morgan Stanley, Bain & Company oder UBS als ideale Arbeitgeber ausgewählt haben.

Grafiken: Studierende, die diese Unternehmen als idealen Arbeitgeber gewählt haben, erwarten die höchsten Einstiegsgehälter (Wirtschaftswissenschaften)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wer eine besonders hohe Bezahlung erwartet, der sucht gezielt nach einem Arbeitgeber, der nur die besten Talente rekrutiert und einen starken Fokus auf Leistung hat – das gilt für Männer wie für Frauen.

Studentinnen der Wirtschaftswissenschaften, die mit einem besonders niedrigen Gehalt rechnen, suchen dagegen nach Arbeitgebern, die sich durch ihr Engagement für Vielfalt und Inklusion, ethische Standards oder Kundenorientierung auszeichnen. Männer mit besonders geringen Gehaltserwartungen achten stark auf unternehmerische Transparenz, die Unterstützung der Gleichberechtigung oder die soziale Verantwortung des Unternehmens (CSR).

Dieser Blog-Beitrag basiert auf dem aktuellen Student Survey von Universum. Sie haben Interesse, mehr darüber zu erfahren, was Studierenden in Deutschland bei der Wahl ihre ersten Arbeitgebers wichtig ist? Dann freuen wir uns, von Ihnen zu hören. https://universumglobal.com/de/ihre-ansprechpartner/