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Gender Pay Gap besteht bereits vor dem ersten Job

Die Erwartungen an das zukünftige Gehalt unterscheiden sich bei Frauen und Männern bereits vor den ersten Gehaltsverhandlungen. Und sie sind unterschiedlich ausgeprägt in den verschiedenen Fachrichtungen. Detaillierten Aufschluss über die Gehaltserwartungen geben die Ergebnisse der aktuellen Student Survey 2016 von Universum.

Über 45.000 Studierende von 138 Studienbereichen an 215 Universitäten nahmen zwischen Oktober 2015 und März 2016 an der Umfrage teil. Sie wird einmal jährlich veröffentlicht und gibt Auskunft über Wahrnehmung und Attraktivität von Arbeitgebern sowie zu den Erwartungen der Studierenden an Beruf und Karriere.

Frauen erwarten durchschnittlich 7000 Euro weniger Gehalt als Männer

In Zahlen ausgedrückt: Die Gehaltserwartungen der weiblichen Studierenden liegen über alle Fachrichtungen hinweg durchschnittlich um 7000 Euro unter denen ihrer männlichen Kommilitonen. Das heißt, Frauen erwarten ein durchschnittliches Jahresgehalt von 38586 Euro und Männer von 45537 Euro. Unterschiede gibt es auch zwischen den verschiedenen Fachrichtungen. Am größten ist die Gehaltslücke mit 6798 Euro bei den Studierenden der Naturwissenschaften, gefolgt von den  Nachwuchsökonomen mit 5793 Euro und den Informatikern mit 5693 Euro. Am geringsten ist sie mit 5601 Euro bei den Studierenden der Ingenieurwissenschaften.Universum_Gender_Pay_Gap

Die Ergebnisse sind vor allem vor dem Hintergrund spannend, dass ein attraktives Grundgehalt die Top-Präferenz der Studierenden ist, wenn es um ihren Berufseinstieg geht. Und das gilt für Frauen und Männer gleichermaßen. Da drängt sich die Frage nach den Gründen für solch große Unterschiede auf: Schätzen Frauen ihre Leistungen wirklich geringer ein? Ist ihnen ein hohes Gehalt doch nicht ganz so wichtig? Oder lassen sie sich bei der Angabe der Gehaltserwartung eher von der vermeintlichen Realität leiten und die männlichen Studierenden eher vom Wunschdenken?

Gehaltserwartungen verändern sich mit dem Alter

Interessant ist auch die Betrachtung des zeitlichen Verlaufs. Sie zeigt, dass sich die erwarteten Gehälter während des Studiums verändern. Bei den Wirtschaftswissenschaftlern und Ingenieuren entwickeln sie sich beispielsweise generell nach oben – und zwar parallel bei Frauen und Männern. Das heißt, die beschriebene Gehaltslücke zwischen beiden Geschlechtern existiert bereits bei Antritt des Studiums und sie bleibt auch über den Verlauf des Studiums bestehen.

Über Gehalt spricht man nicht – oder doch?

Vor dem Hintergrund von Fachkräftemangel und War for Talents könnte es sich für Unternehmen durchaus lohnen, sich mit den Details der Gehaltsvorstellungen der Studierenden ihrer bevorzugten Studienrichtungen zu beschäftigen – und darüber auch in die Kommunikation einzusteigen. Gehalt ist im deutschsprachigen Raum vielfach immer noch ein Tabu-Thema. Dabei zeigen Studien von Universum, dass zukünftige Talente sich durchaus einen offeneren Umgang damit wünschen, wie Channa Mizrachi, Head of Activation & Marketing von Universum Switzerland, in ihrem Vortrag bei den Universum Awards 2016 erläutert hat. Vielleicht trägt die Kommunikation darüber auch zum Schließen der Lücke bei. Denn die Vermutung liegt nahe, dass sie im späteren Berufsleben nicht unbedingt zur Zufriedenheit der Frauen beiträgt.

Ergebnisse der Universum Student Survey 2016 als Snapshot-Präsentation

Fordern Sie einen detaillierten Einblick in die Ergebnisse der Student Survey 2016 von Universum als Snapshot-Präsentation an – und optimieren Sie damit Ihre Employer-Branding-Strategie.

Wenn Sie mehr über Universums Befragungen unter Studierenden in Deutschland und der ganzen Welt erfahren möchten, nehmen Sie gerne Kontakt mit uns auf! Wir unterstützen Sie dabei, Studierende noch besser zu verstehen und eine Arbeitgebermarke aufzubauen, mit der Sie genau die richtigen Talente für sich gewinnen.