Universum ist führend in der Entwicklung von Arbeitgebermarken auf Basis breiter Marktforschung. Mit über 25 Jahren Erfahrung und Niederlassungen auf der ganzen Welt unterstützen wir multinationale Unternehmen, Talente zu finden und für sich zu gewinnen. Wir helfen ihnen, bessere Arbeitskräfte zu bekommen – ganz einfach.

„The Global Cost of Talent“: Wie viel Gehalt erwarten Berufseinsteiger?

Einerseits müssen Arbeitgeber wettbewerbsfähige Gehälter anbieten, um für Nachwuchskräfte attraktiv zu sein – andererseits aber wollen sie die jungen Talente nicht überbezahlen. Deshalb ist es so wichtig, die Gehaltserwartungen von Studierenden genau zu kennen, bestenfalls rund um die Welt.

Studierende wissen, was sie wert sind

Das bietet die „Global Cost of Talent“-Auswertung von Universum, die auf Basis der weltweiten Studierendenbefragungen erstellt wurde. Sie konzentriert sich auf Studierende mit wirtschafts- oder ingenieurwissenschaftlichem Hintergrund. Die Studie zeigt, dass Studierende in der Regel realistische Vorstellungen ihres eigenen Marktwerts haben – ein Befund, der rund um den Globus zutrifft. Die weltweit höchsten Gehaltserwartungen haben Studierende in Saudi Arabien, den Vereinigten Arabischen Emiraten und in der Schweiz.

Schweizer Ingenieure erwarten 75.000 Euro, deutsche 45.000 Euro

Junge Wirtschaftswissenschaftler in der Schweiz rechnen mit einem Einstiegsgehalt von 73.614 Euro im Jahr, ihre Kommilitonen aus den Ingenieurwissenschaften sogar mit 75.070 Euro. Zum Vergleich: Deutsche Studierende erwarten 42.438 Euro (Wirtschaftswissenschaftler) bzw. 44.920 Euro (Ingenieure). Damit nimmt Deutschland europaweit Platz 5 ein.

Die zweithöchsten Gehaltswertungen Europas haben nach den Schweizern die Norweger, gefolgt von den Dänen auf Platz drei. Schließlich sind es auch die Schweiz und Norwegen, die zu den Ländern mit den weltweit höchsten Lebenshaltungskosten zählen. Schlusslicht ist – wenig erstaunlich – die Ukraine. Dort liegt das erwartete Einstiegsgehalt von angehenden Ingenieuren bei gerade einmal 4.715 Euro jährlich, was auch der schwachen Währung geschuldet ist.

Frauen rechnen mit weniger Gehalt – und bekommen es auch

Weltweit verdienen Frauen weniger als Männer – und weltweit haben sie von vorneherein niedrigere Gehaltserwartungen. Doch zunächst zu den tatsächlichen Löhnen: Laut Europäischer Kommission sind es rund 16 Prozent, die Europäerinnen weniger an Lohn erhalten als Europäer (Schätzung für 2012). Deutschland nimmt in der Liste der Länder mit dem größten „Gender Pay Gap“ einen unrühmlichen dritten Platz ein (hinter Estland und Österreich): Hierzulande erhalten Frauen gut 22 Prozent weniger Gehalt als Männer. Ein sehr ähnliches Bild zeigt sich bei den Gehaltserwartungen von Studentinnen und Studenten. Auch hier findet sich Deutschland auf dem dritten Platz wieder (hinter der Schweiz und Irland): Studentinnen der Wirtschaftswissenschaften und des Ingenieurwesens erwarten hierzulande 6.667 bzw. 6.420 Euro weniger als Studenten.

Vorsichtig ausgedrückt, tragen die niedrigeren Gehaltserwartungen von Frauen nicht gerade dazu bei, den realen Gehaltsunterschied zwischen den Geschlechtern zu beheben. Wenn Frauen bei Verhandlungen keine höheren Gehälter einfordern, liegt es in Arbeitgeberhand, ob der Ungleichheit ein Ende gesetzt wird. Tatsächlich kann es sich bezahlt machen, Frauen ungefragt und freiwillig höhere Gehälter anzubieten. Wenn ein Unternehmen das „Pay Gap“-Problem aktiv angeht, hilft dies nicht nur, weibliche Spitzenkräfte zu rekrutieren, sondern es stärkt auch die Arbeitgebermarke im Gesamten.

Cost-of-Talent-2015-EUROPE-Infograph

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