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Frauen lieben Kosmetik, Männer stehen auf Autos? Die bevorzugten Arbeitgeber junger Wirtschaftswissenschaftler

Wer sind die Wunsch-Arbeitgeber für angehende Betriebswirte? Die Antwort darauf hängt nicht zuletzt davon ab, ob man sie weiblichen oder männlichen Studierenden stellt – wie unsere aktuelle Umfrage zeigt, an der sich bis März diesen Jahres 8.971 Wirtschafts-Studierende beteiligten.

Audi, Porsche und BMW führen die Favoritenliste der Männer an. Auch für Frauen sind die Automobilhersteller ausgesprochen attraktiv – doch mit der Deutschen Lufthansa rangiert bei ihnen ein Unternehmen auf Platz 2, das für Männer gerade einmal den 9. Platz einnimmt.

Der Kosmetikhersteller L’Oréal, bei den Frauen auf Platz 7 im Ranking, schafft es bei den männlichen Studierenden gar nicht erst in die Top Ten. Das Gleiche gilt für das Touristikunternehmen tui und – dies vielleicht eine Überraschung – das Auswärtige Amt. Stattdessen bei den Männern in den Top Ten, nicht aber bei den Frauen: McKinsey, adidas und Amazon.

Top10_ranking_frauen_mannerDie Interpretation drängt sich auf: Noch immer scheinen klassische Rollenbilder bei der Berufswahl von Bedeutung zu sein – auch bei Studierenden der Wirtschaftswissenschaften. Wäre da nicht die Beliebtheit der Automobilhersteller auch bei Frauen. Und ein klarer Aufsteiger, der zeigt, dass das Klischee deutlich zu kurz greift: Er heißt Volkswagen. Vor fünf Jahren noch weit abgeschlagen auf Platz 30, liegen die Wolfsburger bei den Frauen inzwischen sogar auf dem 4. Platz.

Im Rahmen der Umfrage wurden die Studierenden auch direkt nach ihren bevorzugten Branchen befragt – sie durften maximal drei davon auswählen. Wenig verwunderlich: 38 Prozent der Männer würden später gerne in der Automobilindustrie arbeiten. Knapp dahinter liegt bei ihnen die Management- und Strategieberatung (36 Prozent), in etwas größerem Abstand folgen die Banken (24 Prozent).

Für die Frauen ist eine Anstellung in der Beratungsbranche ebenfalls besonders attraktiv – 30 Prozent von ihnen würden hier gerne ihre Karriere starten. Auch die Automobilhersteller sind mit 27 Prozent für viele Frauen ein möglicher Arbeitgeber. Interessant wird es ab Platz 3: Medien, Werbung und PR sind ein Feld, in dem sich 26 Prozent der Frauen gerne betätigen möchten – aber nur 13 Prozent der Männer. Noch gravierender sind die Unterschiede im Tourismus – einer Branche, in der rund jede fünfte angehende Betriebswirtin ein mögliches Betätigungsfeld sieht, aber nur 7 Prozent ihrer männlichen Kommilitonen. Es wundert wenig, dass das Bild für Mode, Accessoires und Luxusartikel ein Ähnliches ist: Hier würden 17 Prozent der Frauen gerne arbeiten, aber nur 5 Prozent der Männer.

Unternehmen, die gezielt Absolventen des Geschlechts ansprechen wollen, das sie nicht typischerweise anziehen, stehen vor einer großen Herausforderung. Es lohnt sich, einen genauen Blick auf die Employer-Branding-Strategien der Automobilhersteller zu werfen. Denn ihnen ist der „Gender-Sprung“ bereits gelungen.

Das vollständige Ranking der „Germany’s Ideal Employers 2013“ finden Sie hier: http://www.universumglobal.com/IDEAL-Employer-Rankings/The-National-Editions/German-Student-Survey