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Ohne Doktortitel geht nichts? Bei KWS schon!

Wie KWS im Recruiting umdenkt und Prozesse neu definiert

Als KWS im Jahr 2017 gemeinsam mit Universum den Student-of-the-Year-Wettbewerb startete, ahnte niemand im Unternehmen, dass dies zu einem Umdenken im Recruiting führen würde. Studierende naturwissenschaftlicher Fachrichtungen waren aufgefordert, ihre Ideen, Vorschläge und Lösungen zur Zukunft der Agrarwirtschaft darzulegen. Zu gewinnen gab es ein dreimonatiges Praktikum bei dem weltweit tätigen Saatgutunternehmen. Preisträgerin Laura Schyrba ist mittlerweile befristet angestellt bei KWS und ein Modellfall: Sie hat den bislang ausschließlich Doktoranden und Postdocs vorbehaltenen wissenschaftlichen Karriereweg eingeschlagen – ganz ohne Doktortitel. Möglich ist das, weil KWS die eigenen Prozesse im Recruiting und Talent Sourcing auf den Prüfstand gestellt hat.

KWS – ein Hidden Champion

Mit über 160 Jahren Firmengeschichte ist KWS eines der ältesten Unternehmen Deutschlands. In den Bereichen Züchtung, Forschung und Entwicklung im Agrarbereich zählt das international tätige Unternehmen zu den weltweit größten. Kontinuierlich auf Wachstumskurs werden unterschiedlichste Talente gebraucht, sodass das Recruiting eine permanente Herausforderung ist. „Wir sind bei einigen Zielgruppen sicherlich noch nicht so bekannt wie wir es gerne wären und einer dieser ‚Hidden Champions‘ am Markt“, schätzt Florian Bruhns, Global Lead of Employer Branding und Talent Attraction bei KWS, die Lage ein.

Mit Unterstützung von Universum bekannter werden

Um das zu ändern, arbeitet KWS seit einiger Zeit mit Universum zusammen: „Dadurch kommunizieren wir jetzt da, wo sich unsere Zielgruppen aufhalten, mit den Inhalten, die diese interessieren. In der Folge hat sich unsere Bekanntheit bereits wesentlich verbessert“, so Bruhns. Der Student-of-the-Year-Wettbewerb war eine Maßnahme in diesem Zusammenhang. Das Thema war bewusst allgemein formuliert, um Studierende verschiedenster Fachrichtungen anzusprechen und möglichst früh in ihrer Karriereplanung auf KWS aufmerksam zu machen. Schließlich hat das Unternehmen zahlreiche spannende Tätigkeitsbereiche zu bieten, wie zum Beispiel im Bereich Forschung und Entwicklung. Wer hier einsteigen und eine wissenschaftliche Karriere machen will, muss dafür in der Regel allerdings promovieren.

Promotion? Nein, danke!

Mit der Master-Absolventin Laura Schyrba hat sich KWS schließlich für eine Gewinnerin des Student-of-the-Year-Wettbewerbs entschieden, die genau weiß, was sie will: eine wissenschaftliche Karriere – ohne Promotion. Von Anfang an war sie entschlossen, KWS zu zeigen, dass sie das Engagement und Potenzial hat, die ihr fehlenden Fähigkeiten „on the job“ zu entwickeln.

Die 26-jährige Schyrba war zum Zeitpunkt des Wettbewerbs mitten in ihrer Masterarbeit in Biowissenschaften an der Universität Münster. Bereits im dritten Semester des Bachelorstudiums hatte sie ihre Begeisterung für Pflanzenphysiologie entdeckt und so ihren Master gezielt unter anderem darauf ausgerichtet. Als sie vom Student-of-the-Year-Wettbewerb erfuhr, war für sie ganz klar, dass sie teilnehmen möchte und welchen Blickwinkel sie wählen würde. „Es war schwierig, das Ganze auf die geforderten zwei bis drei Seiten zu begrenzen. Dennoch fand ich es gut, mich in dieser Art und Weise äußern und einbringen zu können“, erzählt Schyrba. Überzeugt hat sie KWS dabei vor allem durch ihre kreative und innovative Herangehensweise an das Thema, die präsentierten Ideen und vorgeschlagenen Lösungswege. „Die Art und Weise hat uns beeindruckt, zusammen mit der wohl durchdachten Vorgehensweise“, erzählt Bruhns.

Forschung ja, aber bitte im Unternehmen

Schyrba wusste, dass sie nach ihrem Master-Abschluss zwar in der Forschung, jedoch nicht an der Universität bleiben wollte. Stattdessen zog es sie in die Wirtschaft. So war sie glücklich über den Gewinn und das damit verbundene Praktikum bei KWS. Während dieser Zeit hatte sie die Chance, zu zeigen, welches Potenzial in ihr steckt. Sie betreute eigenständig Projekte und arbeitete dabei mit verschiedenen Wissenschaftlern zusammen. Eine ihrer Hauptaufgaben war es, Messgeräte, die neu auf dem Markt waren, mit bewährten Methoden zu vergleichen. Dazu musste sie selbstständig Proben planen und nehmen, entscheiden, mit welchen Methoden sie misst, sich die notwendigen Utensilien zusammenstellen und am Ende die Daten präsentieren. Unterstützt wurde sie dabei vor allem von ihrem wissenschaftlichen Betreuer und den technischen Assistentinnen und Assistenten. Wolfgang Koch, Gruppenleiter Molekulare Pflanzenphysiologie bei KWS und Schyrbas direkter Vorgesetzter, war begeistert: „Sie hat sich einfach gut geschlagen.“ Er schätzt vor allem: „Ihre Motivation, ihr Engagement, ihre Unerschrockenheit, auf Leute zuzugehen und mit ihnen zu sprechen sowie sich die Hilfe zu holen, die sie braucht.“ Koch weiter: „Insgesamt hat sie die ihr übertragenen Aufgaben operativ und tatkräftig so gut umgesetzt, dass sie jetzt den wissenschaftlichen Karriereweg geht, der bislang ausschließlich Doktoranden oder Postdocs vorbehalten ist. Normalerweise ziehen wir Bewerbungen von Master-Absolventen für diesen Karriereweg gar nicht in Betracht.“

Bei Schyrba hat das Unternehmen nun erstmalig eine Ausnahme gemacht und damit einen Modellfall geschaffen. KWS hat das Praktikum zunächst um weitere drei Monate verlängert und Schyrba anschließend auf drei Jahre befristet  angestellt. Ziel ist es, sie während dieser Zeit so zu unterstützen, dass sie fehlende Fähigkeiten entwickelt und anschließend auf Wissenschaftlerniveau weiterarbeitet.

Perspektive ist wichtig

Für Schyrba ist das ein Glücksfall: „Es macht unglaublich viel Spaß und ich kann daran wachsen – das war mir sehr wichtig.“ Sie wurde von Anfang an sehr freundlich aufgenommen. Dabei war schnell klar, dass im Unternehmen viel Wert auf eine Promotion gelegt wird. „Anfangs musste ich immer wieder klarstellen, dass ich nicht vorhabe, noch zu promovieren. Dann war das Thema aber schnell vom Tisch. Immerhin mache ich jetzt genau das, was ich möchte: Das ist vor allem Experimente planen, mit dabei sein, wenn Entscheidungen gefällt werden, eigenständig Projekte betreuen und mitbestimmen können. Ich möchte Wissenschaft mit kreieren und eine Entwicklungsperspektive haben. Ich wollte mich selbst herausfordern“, erzählt Schyrba.

Recruiting-Prozesse hinterfragen und neu ausrichten

Mit dem Student-of-the-Year-Wettbewerb hatte KWS die Möglichkeit, einen umfassenden Eindruck von den Fähigkeiten der Studierenden zu bekommen. „Indem wir die eingereichten Ideen und Lösungsvorschläge gesichtet haben, ist uns klar geworden: Da ist ganz viel Potenzial und wenn wir uns darauf fokussieren, dann bekommen wir die passenden Talente an Bord“, so Bruhns. Der Student-of-the-Year-Wettbewerb hat somit bei KWS ein Umdenken eingeleitet. Das Unternehmen hat die Chance erkannt, Studierende mit Master-Abschluss in den Pool potenzieller Kandidatinnen und Kandidaten für eine wissenschaftliche Karriere aufzunehmen. Dadurch lässt sich frühzeitig Kontakt zu den begehrten Talenten aufbauen. Wichtig sind neben einer guten Ausbildung eben auch die persönlichen Eigenschaften sowie der Wunsch und Wille, sich in eine bestimmte Richtung zu entwickeln.

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