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Fokus MINT: Frauen haben wenig Lust auf Führungspositionen

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Weiblicher Führungsnachwuchs wird händeringend gesucht. Besonders groß ist die Herausforderung allerdings, wenn die Nachwuchskraft über einen Abschluss in einem der MINT-Studiengänge verfügen soll, also in Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften oder Technik. Wie die Professional-Umfrage von Universum zeigt, verfolgen lediglich 23 Prozent der Frauen mit MINT-Abschluss das Karriereziel, eine Führungskraft mit leitender Funktion zu werden – im Gegensatz zu 41 Prozent der Männer. Befragt wurden hierbei Akademikerinnen und Akademiker, die maximal 40 Jahre alt sind und über ein bis acht Jahre Berufserfahrung verfügen.

Das Interesse besteht …

Doch wer verstehen will, woran es hakt, sollte auch einen Blick auf die Studierenden werfen. Verdirbt die Arbeitswelt den Frauen die Lust an den Führungspositionen? Oder haben sie bereits vorher wenig Interesse? Zunächst einmal zeigen sich die weiblichen Studierenden in den MINT-Fächern durchaus interessiert an den Möglichkeiten, Führungsaufgaben zu übernehmen: Weltweit zählen dies 35 Prozent der MINT-Studentinnen zu den drei wichtigsten Eigenschaften eines Arbeitgebers, wenn es um Gehalt und Aufstiegsmöglichkeiten geht – so eine aktuelle Auswertung der Studierendenumfragen von Universum in über 55 Ländern. In Deutschland ist der Zuspruch mit 38 Prozent sogar noch etwas größer als im weltweiten Durchschnitt. Bei den männlichen Studierenden liegen die entsprechenden Werte nur wenig höher.

… oder doch nicht?

Trotzdem verfolgen nur sehr wenige der Studentinnen das Karriereziel, eine Führungskraft mit leitender Funktion zu werden: Weltweit sind es 21 Prozent, in Deutschland mit 23 Prozent kaum mehr – während sich bei den jungen Männern weltweit 30 Prozent, in Deutschland sogar 40 Prozent das Ziel gesetzt haben, eines Tages eine Führungsrolle zu übernehmen. Erstaunlich ist, dass die Werte der Studierenden beinahe exakt mit denen der Young Professionals übereinstimmen. Das heißt: Der Anteil derer, die eine Führungskraft werden wollen, bleibt sowohl bei Frauen als auch bei Männern nahezu gleich. Es ist also nicht das Arbeitsleben, das abschreckend wirkt. Andererseits gelingt es den Arbeitgebern aber auch nicht, den weiblichen Nachwuchs von der Attraktivität von Führungspositionen zu überzeugen und die Begeisterung zu wecken.

Die Gründe, trotz allem an dem Ziel festzuhalten, mehr weibliche Führungskräfte im Unternehmen zu haben, sind zahlreich. Die Daten von Universum zeigen jetzt einen weiteren: Die MINT-Studentinnen schicken sich an, das ethische Rückgrat der Firmen zu bilden. Was das Ansehen und das Image ihres zukünftigen Arbeitgebers betrifft, legen vergleichsweise viele von ihnen Wert auf ethische Standards. In Deutschland sind die Zahlen etwas niedriger als im internationalen Vergleich, doch der Befund ist der gleiche: Während ethische Standards für 26 Prozent der Frauen wichtig sind, sind es bei den Männern lediglich 13 Prozent.

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