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Potentielle Führungskräfte? Besonders im Osten Deutschlands Mangelware!

Womit können Unternehmen Professionals aus dem Osten der Republik locken? Fast ein Vierteljahrhundert nach der deutschen Wiedervereinigung scheint diese Frage überflüssig. Doch sie ist es nicht! Nach wie vor gibt es große Unterschiede zwischen Ost und West – man denke nur an das Lohnniveau und die Erwerbsquote. Die aktuelle Professional Survey von Universum belegt: Zwar sind die Karriereziele und beruflichen Wünsche der Professionals aus Ost und West heute nahezu identisch, doch gibt es einige bemerkenswerte Abweichungen. Für die Studie befragte Universum knapp 5.000 junge Berufstätige mit Hochschulabschluss und bis zu acht Jahren Arbeitserfahrung.

Führungsaufgaben sind nicht attraktiv

Der auffälligste Unterschied bei den Karrierezielen: Während 28 Prozent der Young Professionals aus dem Westen anstreben, eine Führungskraft mit leitender Funktion zu werden, sind es im Osten nur 21 Prozent. Potentielle Führungskräfte sind dort also besonders schwer zu finden. Dem entsprechen auch die Antworten auf die Frage, was einen Arbeitgeber attraktiv macht: Für fast ein Drittel der Young Professionals aus dem Westen gehört dazu, dass ihnen das Unternehmen die Möglichkeit bietet, Führungsaufgaben zu übernehmen. Im Osten dagegen ist diese Attribut nur für gut jeden Fünften besonders interessant. Ebenfalls passt in dieses Bild, dass die Aussicht auf eine Beförderung fast die Hälfte aller jungen Berufstätigen aus dem Westen zu einer Bewerbung bewegen würde – im Osten ganze 10 Prozent weniger.

Ein attraktives Grundgehalt: im Osten besonders wichtig

Womit sich Young Professionals aus dem Osten Deutschlands dagegen eher gewinnen lassen, ist ein attraktives Grundgehalt. Auch im Westen führt dieser Aspekt die Top Ten der wichtigsten Eigenschaften eines attraktiven Arbeitgebers an. Doch während sich dort 58 Prozent für diesen Aspekt aussprechen, sind es im Osten noch einmal mehr: 65 Prozent. Die Wichtigkeit, die man hier dem Grundgehalt beimisst, hängt natürlich damit zusammen, dass es in der Regel unter dem Westniveau liegt. So gaben knapp 40 Prozent der Young Professionals aus dem Osten an, sie hätten bei ihrem aktuellen Job ein geringeres Gehalt akzeptieren müssen, als erwartet. Im Westen sind es mit rund 30 Prozent deutlich weniger.

Professionals nehmen häufig Kompromisse in Kauf

Doch dies ist nicht der einzige Kompromiss, den Young Professionals im Osten eingehen. Jeder Fünfte gab an, er müsse außerhalb seines bevorzugten Aufgabenbereichs arbeiten – ebenfalls erheblich mehr als im Westen. Und während 27 Prozent der jungen Berufstätigen aus dem Westen erklärten, sie hätten keinerlei Kompromisse in Kauf nehmen müssen, so sind es im Osten ganze 5 Prozent weniger, die das von sich behaupten. Dieser Aspekt dürfte Arbeitgeber hellhörig werden lassen: Wie soll jemand, der nicht das tut, was er möchte, gute Arbeit leisten? Und wie viel Verlass ist auf einen Mitarbeiter, der für seinen Job erhebliche Kompromisse eingehen musste?

Angesichts dessen mag überraschen, was sich zur Zufriedenheit der Young Professionals sagen lässt: In diesem Punkt gibt es kaum einen Unterschied. Ihrer Zufriedenheit mit ihrem derzeitigen Arbeitgeber gaben junge Berufstätige aus West und Ost durchschnittlich 7,2 von 10 möglichen Punkten. Der Unterschied zwischen den Regionen? Hier beträgt er nur 0,1 Prozentpunkte.

Sie haben Interesse an der Professional Survey von Universum? Oder Sie möchten mehr darüber erfahren, worauf junge Berufstätige aus Ihrer Region bei der Arbeitgeberwahl besonderen Wert legen? Dann wenden Sie sich gerne an unsere Experten!