Universum ist führend in der Entwicklung von Arbeitgebermarken auf Basis breiter Marktforschung. Mit über 25 Jahren Erfahrung und Niederlassungen auf der ganzen Welt unterstützen wir multinationale Unternehmen, Talente zu finden und für sich zu gewinnen. Wir helfen ihnen, bessere Arbeitskräfte zu bekommen – ganz einfach.

Universum Awards 2015: What’s next?

Wie sieht die Zukunft des Employer Branding aus? Im Rahmen der Fachkonferenz anlässlich der Universum Awards 2015 gab es auf diese Frage unterschiedlichste Antworten – ein Überblick.

Ediths Arbeitstag bei Daimler

„Das beste Team erhält man nur, wenn man durchgängig authentisch ist.“ Davon ist Martin Maas von der Daimler AG überzeugt. Die logische Konsequenz ist es, die eigenen Mitarbeiter sprechen zu lassen und den Menschen mit seiner Tätigkeit in den Mittelpunkt der Kommunikation zu stellen. Doch Daimler geht noch einen Schritt weiter: Auf der Suche nach einem Tool, das den Dialog zwischen Testimonial und Talenten schneller macht, stieß man auf WhatsApp. Im Februar berichtete erstmals Daimler-Mitarbeiterin Edith einen ganzen Tag lang über ihren Arbeitsalltag und stellte sich im Gruppenchat den Fragen der Teilnehmer – viel transparenter und authentischer geht es nicht.

Student Panel: Ist Sinn wichtiger als Lohn?

„Den Durchschnitts-Studenten gibt es nicht“, verdeutlichte Axel Keulertz von Universum zu Beginn des anschließenden „Student Panel“. Und in der Tat: Nicht immer spiegelte die Meinung der geladenen Studierenden das wider, was man über diese Zielgruppe zu wissen glaubt – zum Beispiel zeigten sich die „Digital Natives“ sozialen Netzwerken gegenüber erstaunlich wenig aufgeschlossen. Eines aber steht natürlich fest: Work-Life-Balance ist für sie ein Muss. Auch die Identifikation mit der Arbeit und die Sinnhaftigkeit spielen eine große Rolle – für einen der Panel-Teilnehmer ist dies „vielleicht sogar wichtiger als der Lohn“. Während für den einen die Firma eine Relevanz in der Gesellschaft haben muss, wollen andere die Bedeutung ihres Tuns auch in den kleinen Dingen erkennen können oder erwarten von der Führungskraft, dass sie Sinn vermittelt. Apropos „Führungskraft“: Von ihrem zukünftigen Chef wünschen sich die Studierenden vor allem, dass er ganz individuell auf sie eingeht.

Im Quizduell mit Bernd Schmitz

Mit dem Tablet in der Hand zeigte „Digital Immigrant“ Bernd Schmitz von Bayer, wie sein Unternehmen mit einer einzigen App sowohl das externe Personalmarketing als auch die interne Kommunikation auf ein neues Level hebt: die Bayer-Karriere-App. Dort finden sich nicht nur Stellenausschreibungen, Messetermine oder Infos zu Einstiegs- und Karrierechancen, sondern auch ein Quiz, aufgebaut wie das bekannte Quizduell. Aktuell treten hier rund 19.000 Spieler aus aller Welt gegeneinander an und stellen ihr Wissen rund um Bayer auf den Prüfstand. Bayer-Mitarbeiter erhalten zusätzliche Insider-Fragen. Indem sie ihr Wissen über das Unternehmen spielerisch erweitern, werden beste Voraussetzungen dafür geschaffen, dass sie zu guten Botschaftern des Unternehmens werden – wie es sich CEO Marijn Dekkers ausdrücklich wünscht.

Employability – den Hochschulen auf den Zahn gefühlt

Bereiten Hochschulen ihre Studierenden ausreichend auf den Arbeitsmarkt vor? Darüber sind Hochschulvertreter und Personaler oft geteilter Meinung. Daisuke Motoki von der international tätigen Akkreditierungsagentur FIBAA (Foundation for International Business Administration Accreditation) erklärte, wie gemessen wird, ob ein Studiengang zur Employability, also zur Beschäftigungsfähigkeit, führt. Eine exzellente Integration von Theorie und Praxis wurde zum Beispiel dem MBA Studiengang „Strategic Management“ der Leuphana Universität Lüneburg bescheinigt, die Philip Dunkhase vorstellte. Eine Studie zeigt, dass 70 Prozent der bisherigen Absolventen der Hochschule innerhalb der ersten vier Monate eine Stelle gefunden haben.

„Du willst Fallschirm springen? Dann tu es!“

Zurück in die Wirtschaft – und zu Gero Hesse von der Medienfabrik Gütersloh, der einmal mehr die Frage in den Mittelpunkt rückte, wie sich Zielgruppen im Zeitalter der digitalen Transformation ansprechen lassen. Heute ist es für einen Großteil der jungen Erwachsenen ganz normal, ihr Smartphone oder Tablet auch bei der Jobsuche einzusetzen. Sie wollen – wie bei Amazon – alles an einem Ort finden, individualisierte Angebote erhalten und virtuelle Assistenten nutzen können. Gleichzeitig scheint es angesichts der demografischen Entwicklung leicht, einen guten Job zu finden, sodass die Unternehmenskultur in den Fokus rückt: „Welcher Job passt zu mir?“ Längst ahnen Personaler, dass es nicht so weitergeht wie bisher. Wie aber dann? Für Gero Hesse liegt der Weg der Zukunft im Candidate Relationship Management – und der neuen Onlineplattform „blicksta“.

Zum Schluss gab er noch einen Blick in die Zukunft – im besten Sinne des Wortes: Virtual-Reality-Brillen machen es schon heute möglich, in der Wüstenstadt Alice Springs das Tiefseetauchen auszuprobieren – virtuell, aber absolut lebensecht. Und so könnten sie künftig auch von Arbeitgebern eingesetzt werden, um Talenten individualisierte Erlebnisse zu bieten und sie Berufe selbst ausprobieren zu lassen. Frei nach dem Motto: „Du willst bei der Bundeswehr Fallschirm springen? Dann tu es!“

Die Ergebnisse der Universum Student Survey 2015 finden Sie in der aktuellen WirtschaftsWoche vom 27.4.2015. Hier geht’s zur offiziellen Pressemeldung: https://universumglobal.com/de/2015/04/universum-arbeitgeberranking-2015/