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Warum bewerben sich Young Professionals auf einen anderen Job?

Junge Berufstätige in Deutschland sind zwar generell zufrieden, dennoch wechselbereit – das war das Fazit unseres Blogartikels auf der Basis der Young Professional Survey 2015 von Universum. Das gilt in allen Fachbereichen sowie für Frauen und Männer. Doch was bewegt dann eigentlich Young Professionals, sich dennoch auf einen anderen Job zu bewerben?

Bessere Vergütung und Zusatzleistungen sind der absolute Favorit

Der Top-1-Wechselgrund ist ausnahmslos in allen Fachbereichen eine „bessere Vergütung und Zusatzleistungen“: 61 Prozent der Männer sowie 49 Prozent der Frauen nennen dies als Grund. Der Blick auf die verschiedenen Fachbereiche zeigt, dass durchschnittlich 56 Prozent der Befragten diesen Punkt als Grund für einen Wechsel des Arbeitgebers angeben. Die Unterschiede zwischen den Fachbereichen sind moderat: Am häufigsten führt der „schnöde Mammon“ unter ITlern zum Wechsel: 60 Prozent nennen den Punkt als Wechselgrund. Ähnlich wichtig ist er mit 58 Prozent für die Wirtschaftswissenschaftler, gefolgt von den Ingenieuren mit 56 Prozent. Die Naturwissenschaftler bilden mit 48 Prozent den Schluss. Bei letzteren gibt es auch nur geringe Unterschiede zwischen den weiblichen und männlichen Kollegen – ebenso wie unter ITlern. Am größten sind Unterschiede bei den Ingenieuren: 41 Prozent der Frauen im Gegensatz zu 60 Prozent der Männer geben den Punkt als Grund für einen Wechsel an.

Auch Perspektive und Persönlichkeit sind wichtig

Platz eins der Wechselgründe steht relativ allein an der Spitze. Auf Platz zwei folgen mit mehr als 20 Prozent Unterschied „bessere Aufstiegsmöglichkeiten“: Für durchschnittlich 31 Prozent sind sie ein Grund, das Unternehmen zu wechseln. Der Punkt hat für Frauen und Männer eine ähnliche Bedeutung. Auch die Unterschiede zwischen den Fachbereichen sind relativ gering und bewegen sich zwischen 34 Prozent bei den Wirtschaftswissenschaftlern und 26 Prozent bei den Naturwissenschaftlern. Dabei scheint es wirklich um Inhalte zu gehen, denn ein besserer Berufstitel ist mit durchschnittlich 4 Prozent kaum ein Grund für einen Wechsel. Das gilt sowohl für Männer und Frauen als auch für die verschiedenen Fachrichtungen. Unterstrichen wird dies durch die ebenfalls relevanten Wechselgründe „eine bessere Übereinstimmung mit meinen persönlichen Interessen“ (13 Prozent) sowie „eine Rolle, die besser zu meinen Fähigkeiten/meiner Ausbildung passt“ (14 Prozent).

Den dritten Platz in der Liste der Wechselgründe belegt schließlich mit durchschnittlich 23 Prozent die Aussicht auf eine „bessere Work-Life-Balance“. Auch hier unterscheiden sich die einzelnen Fachbereiche kaum. Für Frauen hat dieser Punkt mit 26 Prozent eine geringfügig höhere Bedeutung als für Männer mit 21 Prozent. Spiegelt sich hier eine höhere Leistungsorientierung der Männer? Oder sind die Zahlen Ausdruck des größeren Drucks auf Frauen, Familie und Job unter einen Hut zu bringen?

Wechselgründe je nach Fachbereich unterschiedlich

Der Blick auf die weiteren Wechselgründe zeigt, dass es durchaus Unterschiede zwischen den Fachbereichen gibt. Innovation als eines der aktuellen Top-Themen spielt beispielsweise in der IT dabei eine vergleichsweise große Rolle: 14 Prozent gaben an, dass ein innovativer Arbeitgeber ein Grund für einen Wechsel sei. Etwas weniger wichtig ist das für die Ingenieure (9 Prozent). Und die geringste Bedeutung hat dieser Punkt für die Wirtschaftswissenschaftler (6 Prozent) sowie die Naturwissenschaftler (5 Prozent).

Auch die Nachhaltigkeit als ein weiteres allgemein wichtiges Thema spielt beim Wechseln nur eine geringe Rolle: Lediglich ein Prozent der Befragten gab an, dass ein umweltverträgliches Unternehmen ein Grund für einen Wechsel sei. Spannend ist auch, dass beispielsweise Sicherheit für die Naturwissenschaftler beim Arbeitgeberwechsel eine viel größere Rolle spielt als für die Kollegen aus anderen Fachbereichen: Ein sicherer Arbeitsplatz ist für 20 Prozent der Naturwissenschaftler ein Wechselgrund – während dieser Punkt für die Kollegen aus den Bereichen Wirtschaft und IT bei 5 und für Ingenieure bei 6 Prozent liegt.

Kenntnis der Zielgruppe ist der Schlüssel zum Erfolg

Die Zahlen zeigen es: Jungen Berufstätigen ist ein gutes Grundgehalt und solide Zusatzleistungen einfach wichtig. Um diesen Fakt kommen Unternehmen hierzulande einfach nicht herum. Doch darüber hinaus gibt es zahlreiche weitere Faktoren, die ebenfalls eine große Rolle spielen, wenn es darum geht, denn Arbeitgeber zu wechseln. Die wichtigsten sind relativ ähnlich in den verschiedenen Zielgruppen, doch es gibt durchaus auch signifikante Unterschiede. Für eine langfristige und nachhaltige Bindung von jungen Talenten empfiehlt es sich, die Zielgruppe genau zu kennen.

Sie möchten wissen, warum Ihre konkrete Zielgruppe den Arbeitgeber wechseln würde? Universum hat die Antwort. Nehmen Sie einfach Kontakt mit uns auf!