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Positives Arbeitsklima wichtigster Aspekt von Work-Life-Balance

In der Student Survey 2016 ist bereits zum achten Mal in Folge eine ausgewogene Work-Life-Balance das Top-Karriereziel unter Studierenden. Doch was bedeutet der mittlerweile großzügig verwendete Begriff? Und vielmehr noch: Bedeutet es für alle Studierenden das Gleiche? Die Antwort lautet: nein.

Die Ergebnisse der aktuellen Student Survey zeigen signifikante Unterschiede zwischen den Studienbereichen sowie zwischen den Geschlechtern – und zwar sowohl, was Work-Life-Balance bedeutet als auch, was in diesem Zusammenhang relevant ist.

Wichtigster Aspekt für beide Geschlechter und Studierende aller Fachbereiche ist ein positives Arbeitsklima. Und dann beginnen die Unterschiede. Zum einen verstehen Studierende den Begriff „Work-Life-Balance“ recht unterschiedlich. Neben dem oben genannten positiven Arbeitsklima fällt Folgendes darunter:

  • finanzielle Stabilität
  • Familien- und Karriereplanung stören sich nicht
  • flexible Arbeitszeiten
  • ausreichende Erholungszeiten nach Belastungsspitzen
  • flexible Arbeitsbedingungen
  • Jobsicherheit
  • ausreichende Freizeit
  • Akzeptanz der Elternzeit
  • betriebliche Unterstützung meines Privatlebens

Bei Work-Life-Balance erwarten Männer etwas anderes als Frauen

Für weibliche Studierende ist der zweitwichtigste Aspekt im Rahmen von Work-Life-Balance, dass sich Familien- und Karriereplanung nicht stören. Anschließend folgt finanzielle Stabilität. Hier scheint  sich der offensichtliche Wunsch von Frauen zu spiegeln, Mutterschaft und Karriere zu verbinden. Männern ist dagegen die finanzielle Stabilität am zweitwichtigsten, wenn es um Work-Life-Balance geht. Spiegelt sich hier – eventuell dem klassischen Geschlechtermodell entsprechend – eine stärkere finanzielle Verantwortung? Auf Platz drei liegen bei ihnen flexible Arbeitszeiten.

ITler legen größten Wert auf positives Arbeitsklima

Am wichtigsten ist das positive Arbeitsklima für die Studierenden der IT und Informatik: 58 Prozent nennen es im Rahmen der Work-Life-Balance als relevant.  Am wenigsten wichtig ist dieser Aspekt für die Wirtschaftswissenschaftler: Für 48 Prozent – und damit ganze 10 Prozent weniger – ist ein positives Arbeitsklima relevant. Dazwischen liegen die Ingenieure mit 53 und die Naturwissenschaftler mit 51 Prozent.

Finanzielle Stabilität steht dagegen bei den Studierenden aller Fachbereiche an zweiter Stelle: Ungefähr jeweils ein Viertel nennt dies als wichtigen Aspekt im Rahmen der Work-Life-Balance. Dass sich Familien- und Karriereplanung nicht stören, ist für 28 Prozent der Wirtschaftswissenschaftler und für 27 Prozent der Naturwissenschaftler ein wichtiger Aspekt von Work-Life-Balance. Am wenigsten Gewicht hat der Aspekt für angehende ITler (19 Prozent). Dementsprechend ist auch die Akzeptanz der Elternzeit für Studierende dieses Fachbereichs mit 9 Prozent nur halb so wichtig wie für die Naturwissenschaftler (18 Prozent). Diese legen dagegen im Verhältnis weniger Wert auf die flexiblen Arbeitszeiten: Für nur 17 Prozent der angehenden Naturwissenschaftler spielen diese eine Rolle – im Gegensatz zu 27 Prozent der ITler und 26 Prozent der Wirtschaftswissenschaftler. Auch für die Ingenieure ist der Aspekt mit 24 Prozent relevant. Ähnlich verhält es sich mit den flexiblen Arbeitsbedingungen, zu denen unter anderem Homeoffice zählt.

Work-Life-Balance ist nicht gleich Work-Life-Balance

Die Ergebnisse zeigen, dass sich ein Blick in die Daten für Unternehmen lohnt: Die verschiedenen Zielgruppen verstehen den Begriff durchaus anders und legen unterschiedlich viel Wert auf die verschiedenen Aspekte. Die Daten geben Unternehmen die Möglichkeit, sich zielgenau auf die gewünschten Talente auszurichten – und erhöhen damit die Chance, diese auch wirklich zu erreichen.

Wenn Sie mehr über Universums Befragungen unter Studierenden in Deutschland und der ganzen Welt erfahren möchten, nehmen Sie gerne Kontakt mit uns auf! Wir unterstützen Sie dabei, Studierende noch besser zu verstehen und eine Arbeitgebermarke aufzubauen, mit der Sie genau die richtigen Talente für sich gewinnen.