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Young Professionals in Deutschland: Generell zufrieden, dennoch wechselbereit

Der Global Workforce Happiness Index hat es gezeigt: Im internationalen Vergleich kann sich Deutschland in Sachen Zufriedenheit durchaus sehen lassen. Wir schaffen es mit Platz 15 immerhin ins obere Drittel des weltweiten Happiness Rankings. Doch wie sieht das Bild hinsichtlich Zufriedenheit mit dem aktuellen Job und der Bereitschaft, den Arbeitgeber zu wechseln bei den jungen Berufstätigen der verschiedenen Fachrichtungen in Deutschland aus? Welche Unterschiede gibt es? Die Daten der Young Professional Survey von Universum geben unter anderem darüber Aufschluss.

Grundlegende Zufriedenheit

Über alle Fachbereiche hinweg liegt die durchschnittliche Zufriedenheit auf einer Skala von 1 bis 10 bei 7,0 – und damit im oberen Drittel. Sie bestätigt die aufgrund des Global Happiness Index  vermutete grundlegende Zufriedenheit. Auch in Sachen Wechselbereitschaft ergibt sich generell ein recht ausgewogenes Bild: Durchschnittlich 20 Prozent möchten ihren Arbeitgeber in den nächsten 6 Monaten wechseln und 19 Prozent planen gar keinen Wechsel. Der Rest verteilt sich auf geplante Wechsel in den nächsten 12 Monaten, 1 bis 2 Jahren, 2 bis 4 Jahren sowie auf „Weiß nicht“.

Wechselbereitschaft unter Wirtschaftswissenschaftlern und Naturwissenschaftlern am größten

Unterschiede ergeben sich bei der Betrachtung der einzelnen Fachrichtungen: So plant jeweils etwas mehr als ein Viertel der Wirtschafts- und Naturwissenschaftler ihren Arbeitgeber in den kommenden 6 Monaten zu wechseln – im Gegensatz zu 14 Prozent der Ingenieure und 13 Prozent der ITler. Spannend ist, dass außer in der IT generell mehr Frauen als Männer einen solchen Schritt planen. Gehören Jobwechsel für diese Fachbereiche einfach mit zum Berufsbild? Oder sind sie für diese attraktiver, weil sie sich signifikante Verbesserungen erhoffen? Am größten ist der Unterschied bei den Wirtschaftswissenschaftlern: 25 Prozent der Frauen möchten in den nächsten 6 Monaten zu einem anderen Unternehmen wechseln, im Gegensatz zu 20 Prozent der Männer. Ein entgegengesetztes Bild zeigt sich in der IT: Hier möchten in dieser Zeit nur 8 Prozent der Frauen und 13 Prozent der Männer wechseln. Errechnen sich ITlerinnen weniger wirkliche Veränderungen durch einen anderen Job als ihre Kolleginnen der übrigen Fachbereiche?

Am geringsten ist die Wechselbereitschaft in nächsten 6 Monaten unter den Ingenieuren. Immerhin ein Viertel von ihnen möchte den Arbeitgeber gar nicht wechseln – im Gegensatz zu 17 Prozent der Wirtschaftswissenschaftler und jeweils 19 Prozent der ITler und Naturwissenschaftler. Auch hier: Ist ein Wechsel für Ingenieure weniger attraktiv, weil sie nicht mit wirklichen Verbesserungen rechnen? Oder sind sie ihren Arbeitgebern einfach mehr verbunden?

Alles nur Worte oder konkrete Pläne?

Die Daten lassen einige Bewegung am Arbeitsmarkt vermuten. Doch wie konkret wird an der Umsetzung der Pläne gearbeitet? Ein Hinweis darauf ergibt sich aus den Antworten auf die Frage nach Bewerbungen in den letzten 12 Monaten. Erwartungsgemäß am aktivsten waren die Wirtschafts- und Naturwissenschaftler: Gut ein Viertel hat sich jeweils extern beworben – im Gegensatz zu 17 Prozent der Ingenieure und 16 Prozent der ITler. Die größten Erfolge haben dabei die Naturwissenschaftler zu verbuchen: 21 Prozent haben in den letzten 12 Monaten einen Jobwechsel realisiert, gefolgt von den Wirtschaftswissenschaftlern mit 19 Prozent.

Interessant ist auch, dass interne Wechsel keine große Rolle zu spielen scheinen: Generell haben sich nur 9 Prozent der ITler und Ingenieure und 8 Prozent der Naturwissenschaftler intern beworben. Einzig bei den Wirtschaftswissenschaftlern liegt der Wert mit 15 Prozent etwas höher. Verwunderlich ist dies vor allem aufgrund des immer wieder angeführten Arguments, dass großen Firmen die Möglichkeiten zu internen Wechseln und Weiterentwicklung bieten.

Wechselbereitschaft nicht unterschätzen

Die Zahlen belegen: Generell herrscht eine gute allgemeine Zufriedenheit, aber offensichtlich gibt es durchaus einige Punkte, die einen Wechsel attraktiv erscheinen lassen. Es gibt also auch eine „grundlegende Wechselbereitschaft“, die nicht zu unterschätzen ist. Je nach Fachbereich bestehen ganz konkrete Pläne, recht zeitnah zu einem anderen Unternehmen zu wechseln. Die Daten der Young Professional Survey ermöglichen Unternehmen einen detaillierten Einblick sowie Entscheidungsgrundlagen, gegebenenfalls entsprechend zu reagieren.

Wenn Sie mehr über Universums Befragungen unter Young Professionals in Deutschland und der ganzen Welt erfahren möchten, nehmen Sie gerne Kontakt mit uns auf! Wir unterstützen Sie dabei, junge Berufstätige noch besser zu verstehen und eine Arbeitgebermarke aufzubauen, mit der Sie genau die richtigen Talente für sich gewinnen und binden.